Jahrgang 
1910
Einzelbild herunterladen

14

II. Huszug aus den Verfügungen der vorgesetzten Behörden.

Homburg, 3. April. Der Magistrat übersendet Merkblätter über die Pflege der Zähne zur Verteilung.

Cassel, 22. April. Der Bedürfniszuschuß für die Anstalt ist vom Herrn Minister in Höhe von 20 000 Mk. wieder bewilligt worden.

Cassel, 11. Mai. Der vierhundertjährigen Wiederkehr des Geburtstags Calvins soll im evangelischen Religionsunterricht gedacht werden.

Cassel, 11. Mai. Es wird im Auftrage des Herrn Ministers ein Exemplar des Buches Schaffen und Schauen als Prämie für einen Primaner übersandt.

Berlin, 2. Oktober. Junge Leute, die an technischen Hochschulen studieren wollen, arbeiten am besten im Sommerhalbjahr zuerst praktisch und lassen sich dann zu Beginn des Winterhalbjahrs immatrikulieren.

Berlin, 27. Oktober. Es wird Auskunft verlangt über Dauer des Konfirmandenunter- richts, über die Lage der Lehrstunden und darüber, welche Unzuträglichkeiten für die Schule sich ergeben haben.

Cassel, 24. November. Das Kgl. Prov.-Schulkollegium fragt an, ob in den Jahren 1907, 1908, 1909 in einzelnen Fällen auf Grund des Haftpflichtgesetzes Anspruch auf Entschädigung erhoben worden sei.

Cassel, 29. Dezember. Die Schrift von F. LorentzTuberkulose-Bekämpfung Berlin W. 9 Königin-Augusta-Straße 11, wird empfohlen.

Cassel, 13. Januar 1910. Die Zulassung der zur Reifepräfung angemeldeten neun Oberprimaner wird vom Kgl. Prov.-Schulkollegium genehmigt.

Homburg, 7. Februar. Der Magistrat übersendet 10 Stück eines Flugblatts über das Schlittschuhlaufen.

='B O üœ=

III. Zur Schulgeschichte.

1. Der Lehrkörper unserer Anstalt hat, wie im Jahre 1908, so auch im Schul- jahr 1909 mehrfach Veränderungen erlitten. Herr Lehrer E. Hoffmann, der schon vielfach von Krankheit heimgesucht worden war, konnte beim Beginn des Schuljahres, am 19. April, seine Lehrtätigkeit nicht aufnehmen. Er bat um Beurlaubung, die ihm zuerst bis zum 1. Juli, dann bis zum 1. Oktober gewährt wurde. Am letztgenannten Tage trat- er auf seinen Wunsch in den Ruhestand. Von den Kollegen nahm er am 25. September Abschied, und bei dieser Gelegenheit wurde ihm zur Erinnerung an die gemeinschaftliche Tätigkeit ein Geschenk überreicht. Allerhöchst war ihm der Kronen-Orden 4. Kl. verliehen worden, und der Direktor hatte die Freude, ihm am 2. Oktober dieses Zeichen der Aner- kennung seiner treuen Dienste zu überbringen. Aber schon am 8. Oktober machte ein plötzlicher Tod seinem Leben ein Ende. Geboren am 8. Januar 1846 zu Lindau in Schlesien,