Jahrgang 
1909
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II. Huszug aus den Derfügungen der vorgesetzten Behörden.

Homburg, 11. März 1908. Das Kuratorium übersendet den Bericht des Kreisarztes über das Ergebnis der am 27. November 1907 vorgenommenen Besichtigung des Schulhauses.

Cassel, 24. März. Dem Direktor werden die Geschäfte des Kgl. Kommissars bei der Prüfung der Realprimaner übertragen.

Cassel, 24. März. Es soll in der evangelischen Religionsstunde der hundertsten Wieder- kehr des Geburtstags J. H. Wicherns gedacht werden.

Cassel, 2. April. Es wird die Einsendung der diesjährigen lateinischen Prüfungsarbeiten der Oberprimaner verlangt.

Berlin, 4. April. Eine neue Ordnung der praktischen Ausbildung der Kandidaten für das Lehramt an höheren Schulen in Preussen wird übersandt.

Berlin, 13. Juli. Befreiung vom Turnunterricht soll nur nach genauer Prüfung der Gründe auf ärztliches Zeugnis gewührt werden.

Homburg, 21. September. Der städtische Spielplatz an der Sandelmühle soll den Gymnasiasten am Mittwoch Nachmittag überlassen werden.

Berlin, 29. September. Am 19. November soll im Geschichtsunterricht der vor hundert Jahren erfolgten Einführung der preussischen Städteordnung gedacht werden.

Berlin, 12. Dezember. Vom Jahre 1911 an sollen in der Provinz Hessen-Nassau eben- falls wie in den anderen Provinzen der Monarchie Direktoren-Versammlungen stattfinden.

Berlin, 27. Januar. Die im Auftrag des Herrn Ministers ausgearbeiteteAnleitung für das Knabenturnen in Volksschulen, Berlin bei Cotta, ist in Gebrauch zu nehmen. Das Turnen muss so anregend betrieben werden, dass sich die Jugend auch ausser- halb der Pflichtstunden und nach der Schulentlassung gern in gesunden Leibes- übungen betätigt.

rõ̃ O= III. Zur Schulgesckhlchte.

1. Das Schuljahr 1908, über das wir zu berichten haben, hat im Bestande des Lehrkörpers bedeutende Veränderungen hervorgerufen. Herr Professor Dr. Glaser, der im November 1907 unter lebhafter Beteiligung weiter Kreise seinen siebzigsten Geburtstag noch in guter Gesundheit gefeiert hatte, erkrankte am 14. Februar 1908, so dass er seine Obliegenheiten als Mitglied der Prüfungskommission nicht versehen konnte, sondern von Herrn Professor Dr. Eckhardt vertreten werden musste. Er erbat seine Entlassung, die ihm für den 1. Juni in ehrenvoller Weise gewährt wurde. An diesem Tage wurde eine Abschiedsfeier veranstaltet, die durch Gesang unter Leitung des Herrn Schildhauer eingeleitet und geschlossen wurde. Herr Bürgermeister Feigen sprach dem Scheidenden die Anerkennung und den Dank der städtischen Behörden ans. Der Direktor überreichte ihm im Auftrage des Kgl. Prov.-Schulkollegiums den ihm allergnädigst verliehenen Kronenorden 3. Xl.;