C. Übersicht der behandelten Lehrgegenstände.*)
I. Gymnasium. Prima.(Ober- und Unter-Prima vereinigt) Ordinarius: der Direktor.
1. Religion.(Evang.): 2 St. Erklärung ausgewäühlter Abschnitte des Evang. nach Joh.— Kirchengeschichte.— Wiederholung von Katechismus, Liedern und Psalmen. Fröling.
2. Deutſch: 3 St. Das Wichtigste aus der Literatur des 16. und 17. Jahrhunderts im Anschluss an vorgelesene Proben. Gelesen: Maria Stuart, Iphigenie, Braut von Messina, Laokoon(teilw.), Sappho. Privatlektüre; Vortrüäge im Anschluss hieran. Wiederholung früher gelernter Gedichte. Einige Stücke aus dem Lesebuch für I.(Muff). Bauder.
Themata der Aufsätze: 1.„Wie lässt sich zeigen, dass Müssiggang aller Laster Anfang ist“? 2. Verdient Davison in
Schillers Drama:„Maria Stuart“ die ihm von der Königin Elisabeth zuerkannte Strafe? 3 Was lehrt uns
das Wort:„Wer an den Weg baut, muss sich meistern lassen“? 4.(Klausurarb.) Welche Bedcutung hat das Wort:„Nichts im Uebermass“ in gesundheitlicher Bezichung, besonders im Hinblick auf Sport und Leibesübungen? 5. Mit welchem Rechte können wir ein gutes Buch einen Freund nennen? 6.(Klausurarb.) Wie nützen wir am besten unsere freie Zeit aus? 7. Wie urtceilt Horaz über seine dichterische Begabung und wie über seinen Erfolg als Dichter? Sa. Prüfungsaufsatz. Sb. Wie zcichnet Schiller in sciner Tragdie: „Braut von Messina“ den Charakter Don Cesars?
3. LKateiniſch: 7 St. Gelesen wurde Tacitus' Germania, Ciceros Tuskulanen B. 1, ausgewählte Oden und Satiren des Horaz, Abschnitte aus Livius B. 26. Auswendiglernen einzelner Gedichte des Horaz. Schriftliche UÜbungen, Ausarbeitungen. Schulze.
4. Sriechiſch: 4 St. Soph. Elektra. Plat. Laches und Euthyphron. Alle 3 Wochen eine UÜbersetzung ins Deutsche oder ins Griechische in der Klasse. Wiederholung der Grammatik. Halbjährlich eine einstündige deutsche Ausarbeitung in der Klasse. Fröling. — Homer(2 St.) Ilias, Gesang I. bis XII. nach dem aufgestellten Kanon, Auswendiglernen von Stellen. Bauder.
5. Hebräiſch(wahlfrei): 2 St. Wiederholung und Erweiterung der Gramm. Dbersetzen historischer Abschnitte. Fröling.
6. Franzöſiſch: 3 St. Lektüre: d'Hérisson, Journal d'un Officier d'Ordonnance(Velh. n. Kl.); Oeuvres de François Coppée(Gaertner). Dreyling.
7. Engliſch(wahlfrei): 2 St. Lektüre: Deutschbein, Grammatik und Vorstufen. (Jerome, Three Men in a Boat.) Schneider.
8. Seſchichtte und Erdkunde: 3 St. Das Mittelalter. Rudolph.
9. Ilathematik: 4 St. Die Konstruktion algebraischer Ausdrücke; Aufgaben aus der Trigonometrie, Stereometrie und Anwendung derselben auf die mathematische Geographie:; Graphische Darstellungen; der Koordinatenbegriff: einige Grundeigenschaften der Kegel- schnitte: Anleitung zum Zeichnen räumlicher Gebilde. Die elementaren Reihen: Logarith- men; Zinseszinsrechnung; Kombinatorik. Der binomische Lehrsatz mit ganzen Exponenten Glaser.
10. Phüjfik: 2 St. Optik, Magnetismus und Elektrizität. Spranck.
11. Zeichnen: 2 St. nicht verbindlich. Herbold, v. 1. Nov. Milow.
*) Sie entsprechen den„Lehrplänen und Lehraufgaben von 1901. Deshalb wird neben der Lekittre meistens nur der Lehrstoff angegeben, der in den einzelnen Schuljahren der Veränderung unterliegt.


