Am 2. Juni beſichtigte Herr Baurat Morin vom Hochbauamt II Kaſſel das Schulgebäude,
am 17. Auguſt der Herr Fachberater beim Provinzial⸗Schulkollegium Prof. Michel den Zeichenunter⸗ richt und am 10. November Herr Oberſchulrat Prof. Dr. Zühlke mehrere Klaſſen im Unterricht.
Reifeprüfung Herbſt 1926: Vom 18. bis 21. Auguſt wurde die ſchriftliche Prüfung und am
6. September unter dem Vorſitze des Herrn Oberſchulrats Prof. Dr. Zühlke die mündliche Prüfung abgehalten. Die 3 Schüler, die ſich der Prüfung unterzogen, beſtanden die Prüfung.
Reifeprüfung Oſtern 1927: Die ſchriftliche Prüfung fand vom 2. bis 5. Februar und die
mündliche Prüfung unter dem Vorſitze des Herrn Oberſchulrats Prof. Dr. Zühlke am 15. März ſtatt. Von 11 Schülern und 2 Schülerinnen, die in die Prüfung eintraten, erwarben 9 Schüler und 2 Schülerinnen das Zeugnis der Reife.
VIII. Erlaſſe und Verfügungen der Behörden.
Min.⸗Erlaß. v. 26. 3. 1926: Ein Überſpringen von Klaſſen kommt nur für ganz beſonders leiſtungsfähige Schüler in Betracht. Der Übergang von der Grundſchule(3. oder 4. Klaſſe) zur Quinta iſt nicht zuläſſig.
Min.⸗Erl. v. 29. 5. 1926: Schüler, die eine techniſche Hochſchule beſuchen wollen, ſind darauf aufmerkſim zu machen, daß zum techniſchen Studium eine praktiſche Ausbildung in Werk⸗ ſtätten oder auf Bauſtellen gehört. Es wird empfohlen, daß dieſe Schüler ſich wegen einer Praltikantenſtelle ein halbes Jahr vor der Reifeprüfung an die techniſche Hochſchule, die ſie beſuchen wollen, wenden. Praktikantenämter ſind eingerichtet worden für die Techniſche Hoch⸗ ſchule Berlin in Charlottenburg 2, Berliner Straße 171 und für die Techniſchen Hochſchulen Hannover und Aachen gemeinſam in Dortmund, Brandenburger Straße 1.
. Min.⸗Erl. v. 18. 6. 1926: An Schulfeiertagen iſt es den Schülern geſtattet, die verfaſſungs⸗
mäßigen Reichs⸗ und Landesfarben in der Schule zu tragen.
. Min.⸗Erl. v. 5. 7. 1926: Die Anſtalt wird als Realgymnaſium(Vollanſtalt) anerkannt. . Verf. d. Prov.⸗Schulk. v. 31. 8. 1926: Die Wahl des Studienaſſeſſors Dr. Wilhelm Reichert
zum Studienrat wird beſtätigt.
. Min.⸗Erl. v. 22. 7. 1926: Einführung der neuen Reifeprüfungsordnung. . Verf. d. Prov ⸗Schulk. v. 7. 10. 1926: Studienaſſeſſor Dr. Karl Leibfried wird an das Staatl.
Gymnaſium Dillenburg überwieſen.
. Verf. d. Prov.⸗Schulk. v. 22. 10. 1926: Studienaſſeſſor Dr. Georg Schleypen wird der Anſtalt
zur Vertretung des erkrankten Studienrats Leisge überwieſen.
. Verf. d. Prov.⸗Schulk. v. 27. 11. 1926: Die Wahl des Prorektors i. e. R. Rudolf Keller zum
Studienrat wird beſtätigt.
. Verf. d. Prov.⸗Schulk. v. 30. 12. 1926: Studienaſſeſſor Dr. Georg Schleypen wird an die
Aufbauſchule Frankenberg überwieſen.
. Min.⸗Erl. v. 7. 1. 1927: Die„Studienſtiftung des deutſchen Volkes“ iſt dazu beſtimmt, be⸗
ſonders begabten Abiturienten, denen die Mittel fehlen, das Studium zu ermöglichen.
. Min.⸗Erl. v. 18. 1. 1927: Es wird beabſichtigt, Anfang Mai 1927 in Frankfurt a. M. eine
Pädagogiſche Akademie auf ſimultaner Grundlage zur Ausbildung von Volksſchullehrern und Volksſchullehrerinnen zu eröffnen.—
. Min ⸗Erl. v. 1. 3. 1927: Von Oſtern 1927 an darf keinerlei Rangordnung der Schüler in den
Zeugniſſen oder zu innerdienſtlichem Gebrauch feſtgeſtellt werden.
. Min.⸗Erl. v. 22. 3. 1927: Das Zeugnis der mittleren Reife erhalten die Schüler der öffent⸗
lichen höheren Lehranſtalten nach erfolgreichem Beſuch der Unterſekunda. Das dieſen Schülern


