Jahrgang 
1926
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dem 1. Thema war die Benutzung des Textes der Gedichte gestattet. Bearbeitet wurden das 2. und 4. Thema.

Französisch: Comment la légende a⸗t⸗elle transformé l'histoire de la worb de Roland?

Englisch: Da sämtliche Schüler die französische Prüfungsarbeit gewählt hatten, wurde die englische nicht bearbeitet.

Mathematik: 1. Die Flutwelle, die im Jahre 1883 das Erdbeben von Krakatan(60 10 S 1050 30"O in der Nähe von Java) begleitete, erreichte nach 13 Stunden Kapstadt(330 54 § 18⁰0 25˙' O). Wie groß war ihre Geschwindigkeit?(Sphärische Trigonometrie.) 2. Eine Kurve dritter Ordnung y=X3Tax² 4 bx Gberührt für X= Z die x Achse und hat für X= 2 ihren Wendepunkt. Wie lauten die Vorzahlen? Wo liegen größter und kleinster Wert? Prüfe die Ergebnisse durch Darstellung der Funktion(Extremwerte). 3. Zeichne eine Ellipse(a= 5 cm) und eine Hyperbel(a= cm) mit denselben Brennpunkten(e= 4 cm) und in einem Schnitt⸗ punkt die Tangenten an beide Kurven. Berechne und miß die zur Hauptachse senkrechten Sehnen durch die Brennpunkte(Analytische Geometrie). 4. Bestimme die reellen Lösungen der Gleichungen X2 2 X+ 4 2= 15, X2= 4 y(Gleichungen 2. Grades mit 2 Unbekannten).

Physik: Elektrischer Strom, Magnetismus und Bewegung. Chemie: Die Fette. Biologie: Die Ernährung der Pflanzen. Das biologische Thema wurde nicht bearbeitet.

f) Der künstlerische und technische Unterricht

LZeichen- und Kunstunterricht

Auf der Unterstufe: Freies Arbeiten mit dem Pinsel nach der Phantasie, ganz einfache Landschaften. Klebarbeiten aus Buntpapier. Zusammenstellung zu Teppichmustern und ein⸗ fachen Landschaften. Stempeldruck mit selbstgeschnittenen Stempeln aus Kartoffeln und Kork; Herstellung von Zierleisten und Buntpapier. Knetarbeiten aus Ton und Knetmasse; Dar- stellung von Früchten und einfachen Tierformen. Zierschrift mit Radis⸗ und Atofedern.

Auf der Mittelstufe: Im Sommerhalbjahr wurde so viel wie möglich im Freien gezeich⸗ net, mit Kohle und Bleistift. Auf den Stilcharakter einzelner Häuser wurde hingewiesen. Bei ungünstiger Witterung wurde im Treppenhaus des Schulgebäudes gezeichnet. Im Zeichen⸗ saal wurden farbige Arbeiten im Anschluß an die Jahres⸗ und Festzeiten angefertigt. Auch wurde nach Gefässen aus Ton, Glas, nach Kannen und Leuchtern aus Metall gezeichnet und gemalt. Auf strenge Zeichnung wurde dabei der größte Wert gelegt.

Auf der Oberstufe: Die Architektur der Stadt bot Gelegenheit zu genauerer Beschäfti⸗ gung mit allen wichtigen Stilen. Die Motive für die Zeichnungen wurden von den Schülern zum Teil mit Rücksicht auf ihren späteren Beruf selbst ausgewählt. Zweckdienlichkeit, ornamen- taler Schmudc und Farben der Gegenstände wurden besonders beachtet. An der Hand von alten Handzeichnungen, Radierungen und Holzschnitten wurden die verschiedenen Verfahren der Vervielfältigung erklärt. Um sich die Hand verschiedener alter Meister einzuprägen, zeichneten die Schüler nach alten Handzeichmnungen. Bei einem Elternabend am jahresschluß beteiligten sich die Schüler bei dem Malen von Dekorationen.