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Werkunterricht
Der Werkunterricht umfaßte wöchentlich 2 Stunden am Sonnabend Nachmittag; im Sommerhalbjahr nahmen 15 Schüler, im Winterhalbjahr 30 Schüler daran teil. Auf der Unter⸗ stufe wurden Modelle für den geometrischen, auf der Mittelstufe solche für den stereo- metrischen Anfangsunterricht aus Pappe und aus Holz angefertigt. Für die physikalische Sammlung wurden Tabellen und Zeichnungen aufgezogen und Aufbewahrungskästchen an⸗ gefertigt. Schadhaft gewordene Klassenbücher wurden ausgebessert und zum Teil neu gebunden. Für die Xula wurde eine Verdunkelungseinrichtung aus Holz und Pappe hergestellt. Zur Aufführung des Faustspiels am Elternabend wurden die Kulissen angefertigt. Neben diesen Arbeiten zum Nutzen der Schule arbeiteten die Schüler kleine Gebrauchsgegenstände für sich selbst. Das Einbinden von Büchern wurde allgemein geübt. Leiter des Werkunterrichts war Studienassessor Lenz. Die Aufstellung einer Schülerhobelbank wird im kommenden Jahre Gelegenheit zu Holzarbeiten bieten. Doch fehlt es auch für den Werkunterricht an einem geeigneten Raum.
2. Die Lehrer
a. Veränderungen im Lehrkörper
Am 16. August 1925 verschied, von allen Mitgliedern des Kollegiums und von seinen Schülern tief betrauert
Herr Studienrat Dr. Theodor Lina
im Alter von 61 jahren, nachdem er 33 jJahre an der Anstalt gewirkt hatte. Sein Andenken wird unter uns in Ehren bleiben.
Seine Stelle verwaltete vom Beginn des Schuljahres Studienassessor Walther Schultheis.
Studienrat Karl Gerlach war im 1. Vierteljahr wegen Krankheit beurlaubt, im Winter⸗ halbjahr aus dem gleichen Grunde entlastet. Am 1. April 1926 trat er in den Ruhestand, nachdem er 26 Jahre an der Anstalt tätig gewesen war.
Seine Stelle verwaltete im 1. Vierteljahr Studienassessor Rudolf Weidenbusch.
Studienrat Viktor Schlegel, der im 1. Vierteljahr noch wegen Krankheit beurlaubt war, übernahm nach den Sommerferien wieder einen Teil seines Unterrichts.
Studienrat Dr. Heinrich Römer wurde zum Studienrat am Reformrealgymnasium in Wiesbaden gewählt und trat sein Amt dort am 1. Oktober 1925 an.
Seine Stelle wurde bis zum Schluß des Schuljahres von Studienassessor Dr. Arthur Kießling verwaltet.
Studienassessor Joseph Nix wurde mit Wirkung vom 1. April 1925 als Studienrat be⸗ stätigt.


