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Berlin, 6. November(Cassel, 11. November). Es soll im Unterricht, wie es auch schon geschieht, auf die Großtaten unseres Volkes und auf die gewaltigen Leistungen unseres tapferen Heeres hingewiesen werden.
Berlin, 10. November(Cassel, 19. November). Der Herr Minister beabsichtigt, im Zentralblatt für die gesamte Unterrichtsverwaltung eine Gedächtnistafel aller Beamten, Lehrer und Schüler zu veröffentlichen, die im Kriege gefallen oder ihren Wunden oder Krankheiten erlegen sind. 1s
Berlin, 21. November(Cassel, 27. November). Die Schule soll mitwirken an der Aufklärung über die Notwendigkeit, Goldstücke der Reichsbank zuzuführen.
Cassel, 29. Dezember. Ferienordnung für das Schuljahr 1915/16(s. u.). 1915.
Berlin, 19. Dezember(Cassel, 5. Januar). Die nach den Erlassen vom 11. und 31. August 1914 ausgestellten Zeugnisse der Reife für eine höhere Klasse verlieren ihre Gültigkeit, wenn die Schüler nicht ins Heer eintreten. 3
Berlin, 29. Januar(Cassel, 3. Februar). Bei den bevorstehenden Versetzungen soll auf die durch den Krieg entstandenen Hemmungen bei aller; Gewissenhaftigkeit in den Anforderungen gebührend Rücksicht genommen werden.
Berlin, 8. Februar(Cassel, 18. Februar. Für die Schüler der oberen Klassen, die Ostern die Versetzung erreichen und nachweisen, daß sie von einem Truppenteil für den
Heeresdienst angenommen worden sind, sollen die früher getroffenen Ausnahmebestimmungen
vom 1. Juni d. Js. ab Geltung haben.
Berlin, 15. Februar(Cassel, 18. Februar).* Des 100 jÄhrigen Geburtstages Ottos von Bismarck soll vor Beginn der Osterferien in würdiger Weise gedacht werden.
Chronik dder Ansteit
Die Aufnahmeprüůüfung der für Sexta angemeldeten Schüler hatte schon am 3. April stattgefunden, die der übrigen wurde am 20. April abgehalten. Aufgenommen wurden in das Gymnasium 18, in die Realschule 29 und in die Vorschule 26 Schüler; aus der Vor- schule traten ein ins Gymnasium und in die Realschule je 18 Schüler. Die Zahl der Schüler belief sich am Anfang des Sommerhalbjahrs im Gymnasium auf 242, in der Realschule auf 216, in der Vorschule auf 88 Schüler.
Die Eröffnung des Schuljahres erfolgte am 21. April in der üblichen Weise. Der Direktor gedachte dabei der 50. Wiederkehr des Tages der Erstürmung der Düppeler Schanzen und der weltgeschichtlichen Bedeutung dieses Ereignisses. Die von dem Herrn Minister überwiesenen Prämien erhielten die Schüler Paul Scherer(UID, Helmuth Richter(O 3), Georg Schwab(U 2) und Fritz Bindernagel(O III).
Das Lehrerkollegium erfuhr keine Veränderung. Die Kandidaten des früheren Lehramts Willy Sanner und Hermann Theis, die an der Anstalt ihr Probejahr abgelegt hatten, wurden der Anstalt zur weiteren Beschäftigung überwiesen; als Probekandidaten ge- hörten der Anstalt an die Kandidaten Max Huth(seit 1. 10. 1913), Franz Bruckner und Karl Sechmitt. Der Kandidat des höheren Lehramts Philipp Nicolay ist auf ein weiteres halbes Jahr beurlaubt; der Kandidat Dr. Ferdinand Helfenbein genügt seit dem 1. Oktober 1913 seiner Militärpflicht. Der Kandidat Theis war vom 23. April an, der Kandidat Sanner vom 17. Juni an zu einer achtwöchigen militärischen Uebung einberufen. Der Lehrer am Gymnasium Abel war durch einen Scharlachfall in seiner Familie vom 12. Mai bis zu den Sommerferien genötigt, dem Unterricht fernzubleiben; er wurde vom Lehrer- kollegium vertreten.


