Jahrgang 
1903
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3. Latein. 7 St. a) Grammatik. 2 St. Grammatischstilistische Eigentümlichkeiten im Gebrauche der Redeteile. Zusammenfassung und Ergänzung früher gelernter Phrasen und synonymischer Unterscheidungen. Wiederholungen aus dem ganzen Gebiete der Syntax. Mündliche Uebersetzungsübungen. Alle 14 Tage eine Klassenarbeit, jedes Vierteljahr eine Uebersetzung ins Deutsche als Klassenarbeit. b) Lektüre. 5 St. Vergil, Aeneis, Auswahl aus Buch 6 bis 12. Memorieren einzelner Stellen. Cicero, pro rege Deiotaro, Livius, Buch 21 und 22 in Auswahl. Sallustius, Bell. Iugurthinum. Brötz.

4. Griechisch. 6 St. a) Grammatik. 1 St. Tempus- und Moduslehre. Lehre vom Infinitivus und Participium. Alle 14 Tage eine Uebersetzung aus dem Griechischen ins Deutsche oder aus dem Deutschen ins Griechische als Klassenarbeit. b) Lektüre. 5 St. Auswahl aus Homers Odyssee und Herodot. Lysias' Reden über den Oelbaum, gegen die Kornhändler und für den Krüppel. Brötz.

5. Französisch. 3 St. Gelesen wurde im Sommer: Pariselle, Sieben Erzählungen. Im Winter: Scribe: Le Verre d'Eau. Alle 14 Tage eine schriftliche Uebersetzung aus dem Französischen oder eine selbständige Arbeit; grammatische Wiederholungen und mündliches Uebersetzen ins Französische im Anschluss an die zusammenhängenden Uebungsstücke des Lehrbuches. Sprechübungen im Anschlusse an Gelesenes und über die deutschen, preussischen und französischen Staatseinrichtungen. Bis Weihnachten Bauwens, dann Dreyer.

6. Hebräisch(wahlfrei). 2 St. Das Wichtigste aus der Formenlehre; starkes und schwaches Verbum. Schriftliche und mündliche Analysen an der Hand des Lehrbuches. Einzelne Kapitel der Genesis wurden gelesen. Bellinger.

7. Englisch(wahlfrei). 2 St. Einführung in die Aussprache. Ausgewählte Stücke und Gedichte des Lehrbuches wurden gelesen und die Hauptsachen der Formenlehre und Syntax durchgenommen. Mündliche und schriftliche Uebungen im Uebersetzen aus dem Deutschen ins Englische. Sprechübungen. Bis Weihnachten Bauwens, dann Dreyer.

8. Geschichte und Erdkunde. 3 St. Hauptereignisse der griechischen Geschichte bis zum Tode Alexanders d. Gr. und der römischen Geschichte bis Augustus mit Ausblicken auf Orient und Hellenismus. Geographische Uebersichten. Müller.

9. Mathematik. 4 St. Einiges über harmonische Punkte und Strahlen, sowie über Transversalen. Anwendung der Algebra auf geometrische Aufgaben, besonders auch Kon- struktionsaufgaben mit algebraischer Analysis. Gleichungen, besonders quadratische mit 2 und 3 Unbekannten. Goniometrie. Einfache Dreiecksberechnungen. Lohberg.

10. Physik. 2 St. Wärmelehre nebst Anwendungen auf Meteorologie. Magnetismus und Elektrizität, insbesondere Galvanismus. Lohberg.

UntersecundaG. Ordinarius: Oberlehrer Martin.

1. Religionslehre. 2 St. zusammen mit II, RPG, IIR, III, G. a) evangelische: Gelesen und erklärt das Evangelium nach Lukas sowie ausgewählte Abschnitte des Alten Testaments. Die Hauptepochen der Kirchengeschichte in einzelnen Lebensbildern. Wieder- holung des Katechismus, der Kirchenlieder und Psalmen sowie eingehende Einführung in die heilige Schrift. Schmitt. b) katholische: Die Lehre von der Gnade und den Gnadenmitteln. Dazu Wiederholung aus der Apologetik. Die Hauptepochen der Kirchen- geschichte in Lebensbildern. Bellinger.

2. Deutsch. 3 St. zusammen mit II, RPG. Gedichte von Schiller, Uhland und den Dichtern der Freiheitskriege. Schillers Jungfrau von Orleans, das Lied von der Glocke und Tell. Gedichte und ausgewählte Abschnitte aus grösseren Dichtungen gelernt, bezw. wiederholt. Praktische Anleitung zur Aufsatzbildung. Alle 4 Wochen ein Aufsatz. Martin.

Aufsatzthemata: 1. Eine Wanderung im Mai. 2.Mit des Geschickes Mächten Ist kein ew'ger Bundizu flechten. 3. Jung gewohnt, alt getan(Klassenaufsatz). 4.Ans Vaterland, ans teure schliess, dich an, Das halte fest mit deinem ganzen Herzen!