Jahrgang 
1902
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gründe der Trigonometrie. Berechnungen des rechtwinkligen, gleichschenkligen und schief- winkligen Dreiecks. Die einfachen Körper nebst Berechnungen von Kantenlängen, Ober- flächen und Inhalten. Anleitung zum perspektivischen Zeichnen räumlicher Gebilde. Planimetrische Aufgaben und Wiederholungen. Bruch.

Aufgaben der Schlussprüfung: 1) Der Umfang eines Rechtecks ist= m, die Diagonale= l; man soll die Seiten und den Flächeninhalt berechnen. m= 7; l= 2 ½. 2 und 3) Von einem gleichschenkligen Dreieck kennt man die Schenkellänge s= 80,735 cm und den Basiswinkel x= 58 47; man soll die Ober- fläche und das Volumen des Rotationskörpers berechnen, der entsteht, wenn das Dreieck um seine Basis- höhe rotiert.

8. Physik. 3 St. Mechanik, Wärmelehre, Magnetismus, Elektrizität, Akustik, das Wichtigste aus der Optik; die wichtigsten chemischen Erscheinungen. Bruch.

9. Naturbeschreibung. 1 St. Einiges aus der Anatomie und Physiologie der Pflanzen, sowie über Kryptogamen und Pflanzenkrankheiten. Anatomie und Physiologie des Menschen nebst Unterweisungen über die Gesundheitspflege. Elemente der Krystallographie. Bruch.

10. Zeichnen. 2 St. Zeichnen schwieriger darzustellender Natur- und Kunstformen mit Wiedergabe von Licht und Schatten. Freie persp. Uebungen im Zeichensaal und im Freien. Malen nach farbigen Gegenständen. Skizzier- und Gedächtnisübungen. Jung.

Obertertia G. Ordinarius: Oberlehrer Brötz.

1. Religionslehre. 2 St. zusammen mit II.

2. Deutsch. 2 St. Erklärung ausgewählter Gedichte und Prosastücke aus dem Lesebuche und Körners Zriny. Auswendiglernen der im Kanon bestimmten Gedichte. Ge- legentliche Belehrungen über die wichtigsten Arten und Formen der Dichtung. Alle 4 Wochen ein Aufsatz. Brötz.

3. Latein. 8 St. Grammatik: Tempora und Modi, Infinit., Partic., Gerund. und Supin. Wiederholungen. Uebersetzungsübungen aus dem Uebungsbuche. Alle 8 Tage eine schriftliche Haus- oder Klassenarbeit. Lektüre: Caesar bell. Gall. I, 30 Ende. Auswahl aus IV VII. Ovid, Metamorph. Auswahl. Brötz.

4. Griechisch. 6 St. a) Die Verba auf mi und die unregelmässigen. Gelegentlich einiges aus der Syntax im Anschluss an die Lektüre. Wiederholung und Erweiterung des Pensums der III;. Uebersetzen aus dem Uebungsbuche. Alle 8 Tage eine Haus- oder Klassenarbeit. b) Xenophons Anabasis I mit Ausschluss von Cap. 9 und II mit Ausschluss von Cap. 6. Martin.

5. Französisch. 2 St. Uebungsbuch, Abschnitt 12 25. Alle 14 Tage eine schrift- liche Arbeit(meist Klassenarbeiten, bisweilen ein Diktat oder nachahmende Wiedergabe von Gelesenem). Lektüre: Krause, Guerre de 1870/71, Récits mixtes. Sprechübungen im An- schluss an das Gelesene und an Hölzels Wandbilder. Zwei Gedichte wurden auswendig gelernt. Suchier.

6. Geschichte und Erdkunde. 3 St. Deutsche Geschichte vom Ausgange des Mittel- alters bis zum Regierungsantritt Friedrichs des Grossen, insbesondere brandenburgisch- preussische Geschichte. Zahlenwiederholungen. 2 St. Erdkunde: 1 St. Pensum wie III RPG. Hofmann.

7. Mathematik. 3 St. Geometrie(im S. 2 St., im W. 1 St.): Kreislehre 2. Teil. Sätze und Aufgaben über Flächengleichheit und Berechnung der Flächen geradliniger Figuren. Arithmetik(im S. 1 St., im W. 2 St.): Gleichungen 1. Grades mit einer und mehreren Unbekannten(dabei Uebungen in der Bruchrechnung). Potenzen mit positiven ganzzahligen Exponenten. Bruch.

8. Naturbeschreibung bezw. Physik. 2 St. Im S.: Anatomie und Physiologie des Menschen. Im W.: Mechanische Erscheinungen. Das Wichtigste aus der Wärmelehre. Bruch.

9. Zeichnen. 2 St. Zeichnen nach einfachen Gegenständen. Natur- und Kunst- formen, plastische Ornamente. Architekturteile u. s. w. mit Wiedergabe von Licht und Schatten. Uebungen im Treffen von Farben. Skizzier- und Gedächtnisübungen. Jung.