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Obertertia RPG.
Ordinarius: Oberlehrer Franke.
1. Religionslehre. 2 St. zusammen mit II.
2. Deutsch. 3 St. Erklärung ausgewählter Gedichte und Prosastücke aus dem Lese- buche. Auswendiglernen der im Kanon bestimmten Gedichte. Homers Ilias und Odyssee in der Uebersetzung von Voss und Hubatsch gelesen und erklärt. Gelegentlich Belehrungen über die wichtigsten Arten und Formen der Dichtung. Alle 4 Wochen ein Aufsatz. Hofmann.
3. Latein. 5 St. a) Grammatik: Wiederholung der Formen- und Kasuslehre, das Wichtigste aus der Tempus- und Moduslehre. Uebersetzungsübungen nach dem Uebungsbuche. Alle 14 Tage eine schriftliche Arbeit, Haus- oder Klassenarbeit. b) Lektüre: Caesar, bell. Gall. II, IV, V mit Auswahl. Lina.
4. Französisch. 5 St. Uebungsbuch L. 22— 48. Alle 8 Tage eine schriftliche Arbeit(abwechselnd Klassenarbeit, Diktat, häusliche Arbeit). Sprechübungen im Anschluss an die Lektüre und an Hölzels Wandbilder. Gelesen wurde: Jules Sandeau, La Roche aux Mouettes(Velhagen und Klasing). Zwei Gedichte wurden auswendig gelernt. Franke.
5. Englisch. 3 St. Lehrbuch Kap. 14— 23. Im Sommerhalbjahr alle 14 Tage eine schriftliche Arbeit, im Winterhalbjahr alle 3 Wochen zwei Arbeiten(Klassenarbeit, Haus- arbeit, Diktat). Sprechübungen wie im Französischen. Franke.
6. Geschichte. 2 St. Deutsche Geschichte vom Ausgange des Mittelalters bis zum Regierungsantritte Friedrichs des Grossen, insbesondere brandenburgisch-preussische Geschichte. Zahlenwiederholungen. Hofmann.
7. Erdkunde. 2 St. Wiederholung und Erweiterung der physischen Geographie von Deutschland. Die deutschen Kolonieen. Kartenskizzen. Hofmann.
8. Mathematik. 5 St. Geometrie. 2 St. Proportionalität gerader Linien und Aehnlichkeitslehre. Aufgaben aus der Aehnlichkeitslehre. Flächeninhalt und Teilung der geradlinigen Figuren. Kreisberechnung.— Arithmetik. 3 St. Potenzen und Wurzeln. Gleichungen 1. Grades mit einer und mehreren Unbekannten; quadratische Gleichungen mit einer Unbekannten. Jung.
9. Naturbeschreibung bezw. Physik. 2 St- a) Im S. schwierigere einheimische Pflanzenfamilien, ausländische Kulturpflanzen, Pflanzengeographie. b) Im W. mechanische Erscheinungen, das Wichtigste aus der Wärmelehre. Bruch.
10. Zeichnen. 2 St. wie Obertertia G. Jung.
Untertertia G. Ordinarius: Oberlehrer Dr. Sieke.
1. Religionslehre. 2 St. zusammen mit III R. a) katholische: Biblische Ge- schichte des Alten Testamentes mit Auswahl. Die Lehre von den Geboten, dazu Erklärung des Kirchenjahres. Erklärung und Einprägung einiger lat. Hymnen und einiger Kirchen- lieder. Bellinger.— b) evangelische: Das Reich Gottes im alten Testament. Dazu Lesung entsprechender biblischer Abschnitte, insbesondere aus den historischen und prophe- tischen Büchern sowie auch von Psalmen. Erklärung und Erlernung des 4. und 5. Haupt- stücks und Wiederholung der anderen Hauptstücke. Memorieren einiger Kirchenlieder und Wiederholung der früher gelernten. Einiges über das christliche Kirchenjahr und die gottes- dienstlichen Ordnungen. Schmitt.
2. Deutsch. 2 St. Lesen und Erklären ausgewählter prosaischer und poetischer Stücke des Lesebuches. Auswendiglernen von Gedichten. Wiederholung der Deklination und Konjugation, der Satz- und Interpunktionslehre. Alle 4 Wochen ein Aufsatz. Sieke.


