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4. Griechisch. 6 St. a) Grammatik. 1 St. Tempus- und Moduslehre. Lehre vom Infinitivus und Partizipium. Alle 14 Tage eine Klassenarbeit. b) Lektüre. 5 St. Auswahl aus Homers Odyssee; Auswahl aus Herodot Buch VIII. Lysias' Rede über den Feigen- baum. Erxleben.
5. Französisch. 3 St. Gelesen wurde im Sommer: Molière, Le Bourgeois Gentil- homme; im Herbste: Bayard et Vanderburgh„Gamin de Paris“; im Winter: Pariselle, Sieben Erzählungen. Alle 14 Tage eine schriftliche Uebersetzung aus dem Französischen oder eine selbständige Arbeit; grammatische Wiederholungen und mündliches Uebersetzen ins Französische im Anschluss an die zusammenhängenden Uebungsstücke des Lehrbuches. Sprechübungen im Anschlusse an Gelesenes und über die deutschen, preussischen und französischen Staats- einrichtungen. Bauwens.
6. Hebräisch(wahlfrei). 2 St. Das Wichtigste aus der Formenlehre; starkes und schwaches Verbum. Schriftliche und mündliche Analysen an der Hand des Lehrbuches. Einzelne Kapitel der Genesis und einige Psalmen gelesen. Bellinger.
7. Englisch(wahlfrei). 2 St. Einführung in die Aussprache. Ausgewählte Stücke und Gedichte des Lehrbuches wurden gelesen und die Hauptsachen der Formenlehre und Syntax durchgenommen. Mündliche und schriftliche Uebung im Uebersetzen aus dem Deutschen ins Englische. Sprechübungen. Bauwens.
8. Geschichte und Erdkunde. 3 St. Hauptereignisse der griechischen Geschichte bis zum Tode Alexanders d. Gr. und der römischen Geschichte bis Augustus. Geographische Uebersichten. Müller.
9. Mathematik. 4 St. Wiederholung und Erweiterung der Lehre von den Potenzen, Wurzeln und Logarithmen. Quadratische Gleichungen mit einer und mehreren Unbekannten. — Abschluss der Aehnlichkeitslehre; einiges über harmonische Punkte und Strahlen, sowie über Transversalen. Anwendung der Algebra auf geometrische Aufgaben, besonders auch Konstruktionsaufgaben mit algebraischer Analysis. Goniometrie. Einfache Dreiecks- berechnungen. Schaefer.
10. Physik. 2 St. Wärme, Magnetismus und Elektrizität. Wiederholung und Er- weiterung der mineralogischen und chemischen Grundbegriffe. Schacfer.
Untersecunda G. Ordinarius: Oberlehrer Müller.
1. Religionslehre. 2 St. zusammen mit II. RPG und IIII. a) katholische: Apologetik. Dazu Wiederholung aus der Lehre von den Geboten und Gnadenmitteln, sowie der Kirchen- geschichte. Bellinger.— b) evangelische: Gelesen und erklärt das Evangelium nach Matthäus sowie ausgewählte Abschnitte des Alten Testaments. Die Hauptepochen der Kirchen- geschichte in einzelnen Lebensbildern. Wiederholung des Katechismus, der Kirchenlieder und Psalmen sowie eingehende Einführung in die heilige Schrift. Schmitt.
2. Deutsch. 3 St. zusammen mit II RPG. Einzelgedichte aus dem Lesebuch. Schillers Jungfrau von Orleans und das Lied von der Glocke, Goethes Hermann und Dorothea. Ge- dichte uud ausgewählte Abschnitte aus grösseren Dichtungen gelernt, bezw. wiederholt. Praktische Anleitung zur Aufsatzbildung. Alle 4 Wochen ein Aufsatz. Lina.
Aufsatzthemata: 1) Welche Freuden und welchen Nutzen bringt eine Reise zu Fuss im Gebirge? 2) Friedrichs des Grossen landesväterliche Fürsorge.(Klassenaufsatz.) 3) Was erfahren wir im Prologe der Schillerschen Tragödie„Die Jungfrau von Orleans“ über die Lage Frankreichs vor dem Auftreten Johannas? 4) Warum ist der Rhein der Lieblingsstrom der Deutschen?(Klassenaufsatz.) 5) Johannas Siegeslauf vom Kampfe bei Vermanton bis zur letzten Schlacht ihres Lebens, dargestellt nach Schillers„Jungfrau von Orleans“. 6) Hermanns Eltern im ersten Gesange der Goetheschen Dichtung„Hermann und Dorothea“. 7) Welche Ursachen liessen Preussen sich von seinem Sturze in den Jahren 1806 und 1807 so schnell wieder erheben?(Klassenaufsatz.) 8) Das Besitztum des Löwenwirtes in Goethes„Hermann und Dorothea“. 9) Was erfahren wir in Goethes„Hermann und Dorothea“ aus dem früheren Leben der Löwenwirtin und Dorotheas? (Klassenaufsatz.) 10) Das Städtchen in Goethes„Hermann und Dorothea“.(Klassenaufsatz.)


