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7. Englisch(wahlfrei). 2 St. Befestigung und Erweiterung der Grammatik. Sprech- übungen im Anschluss an Hölzel'sche Bilder und das Gelesene. Im Sommer wurde gelesen: Byron, Prisoner of Chillon und Tennyson, Enoch Arden, sowie längere Gedichte aus der
Sammlung englischer Gedichte von Gropp und Hausknecht; im Winter: Irving, Sketch-Book (Auswahl). Suchier.
8. Geschichte und Erdkunde. 3 St. Die für die Weltkultur bedeutsamsten römischen Kaiser. Deutsche Geschichte bis zum Ende des dreissigjährigen Krieges unter eingehender Berücksichtigung der Verfassungs- und Kulturverhältnisse. Uebersicht des Staatenbestandes von 1648. Wiederholungen aus der alten Geschichte nach einem Kanon der einzuprägenden Jahreszahlen. Geographische Wiederholungen. Sieke.
9. Mathematik. 4 Std. Zinseszins- und Rentenrechnung. Grundlehren der Kom- bination und ihre nächstliegenden Anwendungen auf die Wahrscheinlichkeitslehre. Stereometrie nebst Anleitung zum perspektivischen Zeichnen. Vervollständigung der Trigonometrie(nament- lich die Additionstheoreme und ihre Folgerungen). Wiederholung der früheren Pensen an Uebungsaufgaben. Lohberg.
Aufgaben für die Reifeprüfung: 1) Ein Dreieck zu konstruieren aus einer Seite, der Differenz der zu den beiden anderen Seiten gehörigen Höhen und dem Radius des Umkreises. 2) Die Seiten und die Winkel des Dreiecks in der 1. Aufgabe zu berechnen für die Werte: c= 6,9; hb— ha= 2,087; r= 3,802. 3) Bei einer dreizifferigen Zahl ist die Summe der Quadrate der Ziffern gleich 104; das Quadrat der mittleren Ziffer ist um 4 grösser als das doppelte Produkt der beiden andern Ziffern. Wird von der gesuchten Zahl 594 abgezogen, so ergiebt sich eine Zahl mit umgekehrter Folge der Ziffern. Welche Zahl ist es? 4) Eine Kugel sinkt auf Wasser schwimmend bis zu%¾ ihres Durchmessers ein. Welches ist ihr spezifisches Gewicht?
10. Physik. 2 St. Mechanik mit Anwendungen auf Wäarmelehre(mechanisches Wärmeäquivalent), Wellenlehre und Akustik. Die Ernährung des menschlichen Körpers. Lohberg.
Obersecunda G. Ordinarius: Oberlehrer Dr. Erxleben.
1. Religionslehre. 2 St. zusammen mit I.
2. Deutsch. 3 St. Ausgewählte Abschnitte aus dem Nibelungenliede, der Gudrun und eine Anzahl von Liedern Walthers von der Vogelweide, zum Teil im Urtext, zum Teil in Uebersetzungen. Im Anschlusse hieran Ausblicke auf die grossen germanischen Sagen- kreise, auf die höfische Epik und die höfische Lyrik sowie eine Uebersicht über einige Haupt- erscheinungen der geschichtlichen Entwickelung der deutschen Sprache. Dazu wurden be- handelt Goethes Götz von Berlichingen, Schillers Wallensteins Lager und der Spaziergang. Memoriert wurden einige Strophen des Nibelungenliedes, der Spaziergang und Stellen aus
dem Wallenstein; die in Untersecunda gelernten Gedichte wurden wiederholt.— Zusammen- fassende Rückblicke auf Epos und Drama.— Fortgesetzte Uebungen im Disponieren von
Aufsätzen. Vorträge. Martin.
Aufsatzthemata: 1) Welchen Zweck hat die Einführung Riccauts in Lessings„Minna von Barn- helm“? 2.„Was unten tief dem Erdensohne das wechselnde Verhängnis bringt, das schlägt an die metallne Krone“.(Klassenaufsatz.) 3) Aehnlichkeit zwischen Wiege und Sarg. 4) Welchen Einfluss uuf die Kultur schreibt Schiller in seiner Elegie„Der Spaziergang“ der Gründung der Städte zu? 5) Die Ursachen des peloponnesischen Krieges.(Klassenaufsatz) 6) Kriemhilde. Eine Charakteristik nach dem Nibelungenliede. 7) Wate. Ein Charakterbild nach der Gudrun.(Klassenaufsatz.) 8)„Arbeit ist des Blutes Balsam, Arbeit ist der Tugend Quell“. 9) Streben und Irren Götzens. Nach Goethes Götz von Berlichingen.(Klassenaufsatz.)
3. Latein. 7 St. a) Grammatik. 2 St. Grammatisch-stilistische Eigentümlichkeiten im Gebrauche der Redeteile. Wiederholungen aus dem ganzen Gebiete der Syntax. Mündliche Uebersetzungsübungen. Alle 14 Tage eine schriftliche Klassenarbeit. b) Lektüre. 5 St. Vergil, Aeneis, Auswahl aus Buch 6 bis 12. Memorieren einzelner Stellen. Cicero, pro
Roscio Amerino, Livius, Buch 22. Sallustius, Bell. Iugurthinum(mit Auswahl). Erxleben.


