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Amts Uſingen, mit November 1832 Lehrer in Grenzhauſen, Amts Selters, am 1. April 1837 Lehrer in Wolfenhauſen, Amts Runkel, am 1 Juli 1 43. Lehrer an der Knabenſchule zu Herborn, im October 1862 mit Errichtung der da⸗ ſigen Realſchule prov. Lehrer an derſelben, beſtand im October 1863 ein ſchriftliches und im Dezember 1864 ein mündliches Examen in Mathematik und Naturwiſſenſchaften für ſtädtiſche Mittelſchulen und erhielt mit dem 1 October 1865 ſeine definitive Anſtellung an dieſer Schule. Seit dem 15. April 1866 iſt derſelbe an hieſiger Realſchule in den genannten Fächern thätig.
Friedrich Reuberling, geboren den 20. Februar 1838 zu Kirberg, Amts Limburg, übernahm, nachdem er vom Frühling 1854 bis dahin 1857 am Seminare zu Uſingen zum Lehrer gebildet worden, mit Herbſt 1857 die Gehülfenſtelle an der Rettungsanſtalt bei Wiesbaden Im Frühling 1861 wurde demſelben die 3. Lehrerſtelle, ſowie
die Leitung der Gewerbeſchule in ſeinem Gehnrtsorte übertragen, von wo er mit April 1863 an hieſige Realſchule r. hr vurde.
B. Unterrirhit. 3 b gichrad 310 1. Allgemeines.
Der Unterricht nahm 14. April 1866 ſeinen Anfang. Bis zum Eintreffen des hierher ver⸗ ſetzten Lehrers Ohlenburger theilten ſich die anweſenden Lehrer der Anſtalt derart in den Unter⸗ richt, daß jede Klaſſe wenigſtens ihre Volle wöchentliche Stundenzahl hatte. Mit dem 7. Mai ge⸗ langte der von Hoher Behörde genehmigte Plan zur Ausführung.
Die erregte Stimmung, welche während des Sommers durch die kriegeriſche Ereigniſſe im deutſchen Vaterlande, namentlich auch in hieſiger Stadt hervorgerufen wurde, war dem Schulleben nicht günſtig; Unterbrechungen hat indeſſen der Unterricht nicht zu erleiden gehabt.
Die beim Turnunterricht zu führende Aufſicht übernahmen die 3 Hauptlehrer der Schule.
Am lateiniſchen Unterrichte betheiligten ſich 11 Sahller, 2 aus III, 4 aus II dund 5 aus I.
2. Aeberſicht der im Schuljahre 1866 67 in der Realſchule zu Idſtein n hendenen Schruetentenbe A. Sprachunterricht.
1. Deutſche Sprache. Kl. III. 4 St. Lüben und Nacke, Leſebuch 3ter Theil. Mündliche Uebungen: Vor⸗ und Nachleſen, Vor⸗ und Nacherzählen. Abfragen und Erläuterung des Inhaltes; Memoriren und wörtliches Wiedererzählen von 10 ausgewählten erklärten kürzeren Leſeſtücken. Anf reine Ausſprache, richtige Gruppirung der Satztheile und entſprechende Betonung wurde ſtets gehalten. Schriftliche Uebungen: dieſelben bewegten ſich vorzugsweiſe in orthographiſchen Uebungen und in der ſchriftlichen Darſtellung der Erzählung. Abſchreiben, dann wiederholtes freies Niederſchreiben der memo⸗ rirten Leſeſtücke bis zu fehlerfreier Darſtellung. Freies Niederſchreiben des nur dem Inhalt nach bekannten erzählten Leſeſtoffes in möglichſt freier ſprachlicher Form. Inhaltsangabe geeigneter poetiſcher Stücke; Er⸗ zählungen aus der Weltgeſchichte. In der 2ten Hälfte des Winterſemeſters kamen außerdem einfache Be⸗ ſchreibungen,„ zu welchen das Leſebuch den Stoff lieferte, zur ſchriftlichen Darſtellung. Grammatiſches: Der einfache Satz, Subject und Prädicat; der Artikel, das Subſtantiv, das Prouomen— im Sommer; das Verbum und Adjectiv, Declination, Conjugation, Comparation, Wurzeln, Stämme, Sproßformen— im Winter.. Reuberling. Kl. II. 4 St. Leſebuch von Lüben und Nacke, 4ter Theil. Mlndliche und ſchriftliche Uebungen wie in Kl. III. Außerdem Beſchreibungen aus dem Gebiete des Real⸗ * unterrichtes; durch Dictate über den behandelten ſprachlichen und realen Stoff wurde die Orthographie


