Jahrgang 
1867
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Unterricht ertheilte Eichhoff in alten Sprachen, Gedgraphie und Geſchichte, Müller in neuern Sprachen, Arithmetik und Naturwiſſenſchaften, ſowie im Turnen(wofür ein kleiner Platz in der Nähe der Stadt eingerichtet und neue Appaxate beſchafft wurden), die drei Hilfslehrer in ihren bisherigen Fächern! Außerdem wurden dem evangeliſchen Caplan Conrady 6 wöchentliche Lehr⸗ ſtumden in dentſcher Sprache und Geſchichte, dem Sprachlehrer Mathis von Oktober 1846 bis zu ſeinem Weggang im Juli 1847 einige franzöſiſche Lehrſtunden, beſonders zum Zwecke der Conver⸗ ſation, bewilligt. Zur Beſtreitung der ſo vermehrten Ausgaben wurden der Stadtkaſſe in den Jahren 1846 bis 1851 im Ganzen 4355 Gulden theils als Zuſchüſſe zu den Beſoldungen, theils für den Lehrapparat, außerdem zwei Gratificationen an den Reallehrer Müller, aus der Landes⸗ ſteuerkaſſe verwilligt, der auch von 1848 an eine Remuneration für den Turnunterricht bis auf weitere Verfügung erhielt. Im Sommer 1867 wurde ein Badeplatz mit Umzäunung am Maine für die Realſchüler hergerichtet; in 1848 und 1849 und 1850 1852 wurden neue Anſchaffungen von Büchern und Karten gemacht. Im J ganuar 1849 erhielt die Anſtalt von der Bergmeiſterei Dillenburg eine Sammlung von 89 Minedatien zum Geſchenk.

Durch die Aufnähme der 13 Schüler des Eichhoff ſchen Inſtituts und den Eintritt eines neuen Zöglings war die Zahl der Schüler im Sommer 1846 auf 45 gewachſen, worunter 27 aus Höchſt. Im folgenden Winter ſtieg ſie auf 54, im Sommer 1847 auf 60, worunter 27 Auswärtige. Unterdeſſen war es auch den Nichtlatiniſten geſtattet worden, an einigen wöchentlichen Lateinſtunden Theilzu nehmen, und im Sommer 1847 machten acht, 1848 vierzehn Realiſten davon Gebrauch. Im Winter 1847/48 aber ſank die Schülerzahl auf 48, worunter 29 Auswärtige, im Sommer 1849 auf 38 und im nächſten Winter auf 26, darunter 15 Auswärtige. Vom Winter 185051 bis Wlin 18512 war ſie erſt zcieder von 25 nif 33 und, im Sommer 1852 auf 54 ge⸗ ſtiegen.

vehrer Buffier wurde im April 1848 verſetzt und ſein Schönſ ſchreibunterricht dem Lehrge⸗ hilfen Stähler übertragen, Caplan Conrady wegen Erkrankung im Juni 1848 vom Unterrichte entbunden, dieſer zuerſt von den Reallehrern übernommen, im Winter 1848/49 dem Caplan Gom⸗ bert übertragen, nach deſſen Verſetzung im Mai 1849 und nach Wegfall vieler Stunden durch den Abgang der Latiniſten wieder vom Reallehrer Eichhoff ertheilt. Die verminderte Frequenz ver⸗ anlaßte im Winter 1849,50 eine neue Stundenvertheilung, wodurch Lehrer Prätorius nur mit 7 wöchentlichen Lehrſtunden(Mathematik und Buchhaltung) beſchäftigt wurde. Auch wurde das Schulgeld der Latiniſten durch Regierungsverfügung auf jährlich zehn Gulden feſtgeſetzt. Als im Sommer 1850 ſich wieder einige Latiniſten elundeſt. wurde der Lateinunterricht vor die Schulzeit gelegt.

Im November 1850 wurde Reallehrer Müller entlaſſen, an deſſen Stelle im Mai 1851 der Realſchuleandidat P. G. Chun, gebürtig von Eſch, proviſoriſch trat. Bis dahin leiſteten die Capläne Aßmann und Weyland im Franzöſiſchen, Prätorius, nunmehr wieder in ſeiner früheren Stundenzahl, in Mathematik, Buchhaltung, Naturwiſſenſchaften und Schönſchreiben, Stähler in 6 Stunden Geometrie und Rechnen Aushilfe. Im Oktober 1851 erhielt nach der Verſetzung des Lehrgehilfen Stählerf der Lehrgehilfe Bick den Lhch ien Unterricht. Mit dem folgenden Winterſemeſter endigte dieſe er Abſchnitt in der Geſchichte unſerer Anſtalt, der ſich, beiläufig be⸗

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