Jahrgang 
1926
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22.

10. Ueber die sog. Theaterfahrten herrscht vielfach noch Unklarheit, es sei daher folgendes bemerkt: Die Schule erblickt in der Möglichkeit, den Kindern die im Unterricht besprochenen Werke auf der Bühne vorzuführen, eine sehr wertvolle Ergänzung der Schularbeit, sie verkennt aber auch nicht die Schwierigkeiten, die für viele Eltern durch die Fahrten entstehen. Sie stellt es daher den Eltern völlig frei, ob sie ihre Kinder daran teilnehmen lassen wollen oder nicht, und übt ihrer⸗ seits nicht den geringsten Druck aus. Für die zurückbleibenden Schüler findet Unterricht statt, wenn nicht der Tag zu einer allgemeinen Schülerwanderung bestimmt wird.

11. Die Eltern werden auf die Gelegenheit hingewiesen, ihren Kindern warme Milch zum Frühstück verabreichen zu lassen. Die Einrichtung ist namentlich für die Fahrschüler getroffen, die nicht rechtzeitig zum Mittagessen zu Hause eintreffen können. Es wird ½ 1 Milch von bester Beschaffenheit für 10 Pfennig ausgegeben. Leider machen zu wenig Schüler von der Einrichtung Gebrauch.

12. Die Ferien für das Schuljahr 1927/28 sind folgendermabßen festgesetzt: Pfingsten: 3. VI.- 14. VI.: Sommer: 1. VII. 2. VIII.; Herbst: 27. IX. 12. X.; Weihnachten: 21. XII. 5. I. 28.; Schluß des Schuljahres: 31. III. 1928.

13. Dienstliche Zusendungen aller Art sind anDie Direktion des Staatlichen Gymnasiums nicht an den Direktor persönlich zu richten. Sprechstunden des Unterzeichneten an den Werktagen (außer Sonnabend) 121 Uhr im Amtszimmer.

Hersfeld, den 22. April 1927.

Dr. Köhler, Oberstudiendirektor.