Jahrgang 
1924
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k. Berufsberatung.

Eine Berufsberatung ist nur von YVorteil, wenn sie schon frühzeitig im Schuljahre erfolgen kann. Trotz eifriger Bemühungen ist es diesmal nicht gelungen, den Leiter des Städtischen Be⸗ rufsamtes in Frankfurt a. M., der schon früher bei uns Vorträge über Berufswahl gehalten hatte, zu rechtzeitigem Besuche zu gewinnen, so daß wir uns damit begnügen mußten, selbst Schülern und Eltern Rat zu erteilen.

IV. Der Elternbeirat und seine Betätigung.

Bei Beginn des neuen Schuljahres war nach den bestehenden Bestimmungen der Eltern⸗ beirat neu zu wählen. Die Vorbereitung der Wahl erfolgte in der vorgeschriebenen Weise. Da nur ein Wahlvorschlag eingereicht wurde, war ein besonderer Wahlakt unnõtig. Als gewählt hatten folgende Kandidaten zu gelten: 1. Pfarrer Scheffer, 2. Steuersyndikus Falkenthal, 3. Oberpostinspektor Hahn, 4. Bürgermeister Kraffke(Bebra), 5. Bankrat Benrath, 6. Buchdruckereibesitzer Mohr, 7. Pferde⸗ händler Goldschmidt, 8. Frau Karl Brühl, 90. Stadtkämmerer Käberich, 10. Rektor Zinnall.

Den Sitzungen wohnten Mitglieder des Lehrerkollegiums bei. Gegenstände der Verhandlungen waren die Leihbücherei, die Berufsberatung, der Anschluß an die Organisation der Elternbeiräte in Preußen, Besprechungen über die Lehrverfassung im Anschluß an die Schulreform, Versicherung der Schüler gegen Unfälle. Auf Wunsch des Elternbeirats, dessen Mitglieder es als einen Mangel empfanden, daß die früher durch die gedruckten Jahresberichte veröffentlichten Anordnungen über das äußere Verhalten der Schüler nicht mehr zur Kenntnis aller Eltern gelangten, wurde in mehreren Sitzungen eine Anzahl von Bestimmungen zusammengestellt über Erziehungsgrundsätze der Schule, über den Verkehr von Schule und Elternhaus und über das Verhalten der Schüler außerhalb der Schule. Diese Bestimmungen sind gedrudkt und allen Eltern eingehändigt worden.

Opfertätigkeit, Spenden aus der Elternschaft und von Freunden der Anstalt.

Da die vom Staate zur Verfügung gestellten Mittel für die Zwecke der Schule nicht überall ausreichten, waren wir in mehrfacher Hinsicht auf die Gebefreudigkeit von Gönnern der Anstalt angewiesen. Besondere Unterstützung verdanken wir der Vereinigung der ehemaligen Hersfelder Klosterschüler, die in verständnisvoller Weise uns Mittel für Zwede des Turn- und Schwimm⸗ unterrichts, für Erweiterung der Schülerbücherei und der naturwissenschaftlichen Sammlung, im ganzen etwa 900 M. zur Verfügung stellte.

Wie an anderer Stelle berichtet ist, vermochten wir dank der Freigebigkeit und dem Ent⸗ gegenkommen mehrerer Gönner der Schule, unser Aulagebäude(Schulsaal und Turnhalle) mit elektrischer Beleuchtung zu versehen. Großzügige Unterstützung leisteten dabei zwei ehemalige Klosterschüler, Herr Kommerzienrat F. Rechberg und Herr Fabrikant L. Braun, durch Stellung von Monteuren und Lieferung eines Teiles des erforderlichen Materiales. Auch der Hersfelder Chorverein, der in unserer Aula seine Kammermusikabende veranstaltet, stellte eine Summe von 200 M. zur Verfügung und ließ außerdem auf seine Kosten eine Entlüftungsanlage einbauen.