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Abhaltung des Spielnachmittags bei Regenwetter und an den kalten Wintertagen, da nur eine räumlich beschränkte Halle zur Verfügung steht.
Mit turnerischen Veranstaltungen trat die Schule am 17. September beim Schulfest in die Oeffentlichkeit. Im Mittelpunkt standen volkstümliche Wettkämpfe im Speerwerfen, Dreisprung und 100 Mtr.⸗Lauf. Die Sieger wurden mit Eichenkränzen, Sträußchen und Ehrenurkunden aus⸗ gezeichnet. Eingeleitet wurde das Fest durch Freiübungen, die für alle Schüler von OlIII bis Ol verbindlich waren. Als Neuerung war während des volkstümlichen Turnens Klettern am 8 m hohen Mast, Laufen auf der Schwebestange, Ballzielwerfen nach Klappscheiben und Topfschlagen für die Kleinen(V bis VI) eingeführt worden. ußerdem fand in diesem Jahre zum erstenmal ein Stafetten⸗ lauf 4 mal 100 m der Klassen UII bis Ol statt, zu dem Dr. Caselitz eine Wartburgradierung und am Festtage Bildhauer X. Rechberg einen Wimpel als Wanderpreis gestiftet hatten. Ferner wurde ein Tennisturnier als Einzel⸗ und Klassenkampf ausgetragen.
Im Mittelpunkt der Spiele stand wie bisher das Schlagballspiel. Die Kämpfe um die von der Vereinigung ehemaliger Klosterschüler als Wanderpreise gestifteten Klassenwimpel fanden im August/September statt. Die erste Schlagballmannschaft der Schule spielte mit den gleichen Mann⸗ schaften des Landeserziehungsheims Bieberstein und des Gymnasiums zu Fulda, ferner mit der des Turnvereins Hersfeld fünf Spiele, von denen vier für unsere Mannschaft siegreich waren.
Im März 1925 fand das Wetturnen der Klassen um den Gerãtewimpel statt. Es wurden Uebungen am Reck, Barren und Pferd(Leiter) vorgeführt. Das Schiedsrichteramt übten in dankens⸗ werter Weise Oberturnwarte und Sportlehrer der Deutschen Turnerschaft. Uebereinstimmend wurden von ihnen sowohl die bedeutende Hõhe der Gipfelleistungen, als auch die der Durchschnitts⸗ leistungen jeder Klasse anerkannt.—
Für das Schwimmen und Baden stand die Gymnasialbadeanstalt in der Fulda zur Ver-⸗ fügung. Sie wurde benutzt von 223 Schülern, von denen 73 Schwimmunterricht genossen. Schwimm- lehrer war der frühere Hausmeister Herr A. Herwig. Leider entspricht unsere Badeanstalt nicht in allen Punkten den Forderungen, die an einen neuzeitlichen Schwimmunterricht gestellt werden müssen, trotzdem alljährlich für das Aufschlagen und Instandsetzen derselben beträchtliche Auf⸗ wendungen gemacht werden.
II. Die Lehrer.
a. Veränderungen im Lehrkörper.
Das Lehrerkollegium bestand bisher aus dem Oberstudiendirektor, dem Oberstudienrat, 15 Studienräten, 1 überzähligen Studienrat, 6 Studienassessoren und 2 Oberschullehrern für Musik und Zeichnen. Infolge der Erhöhung der Pflichtstundenzahl der Lehrer fiel eine Studienratstelle fort.
Am 1. Mai 1924 traten auf Grund der Personalabbauverordnung in den einstweiligen Ruhestand die Studienräte Heinrich Stern, Justus Fürer und Dr. Friedrich Eichhorn, am 1. juni Studienrat Karl Bach. Von den freigewordenen Stellen wurden nur zwei wiederbesetzt; der über⸗ zählige St.⸗R. Dr. Frommann erhielt eine planmäßige Stelle, am 1. Oktober 1924 wurde St.⸗R. Rudolph vom Friedr. Gymn. in Cassel zu uns versetzt. Für St.⸗R. Bach trat St.⸗Ass. Casselmann ein, für St.⸗ASs. Junker, der uns 1. Mai 1924 verließ, St.-ASS. Voltz. Dieser schied Herbst 1924 wieder aus.


