Jahrgang 
1909
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V.

Stiftungen und Unterstützungen von Schilern.

1. Das Molitorsche Familienstipendium. Es ist in diesem Jahre in Ermangelung eines berechtigten Bewerbers nicht verliehen worden.

2. Die Münscherstiftung. Das Kapital beträgt am Ende des Rechnungs- jahres 1907/8 4187,38 M. Davon sind 3800 M. in das Preußische Staatsschuldbuch einge- tragen. Das Stipendium wurde vom Lehrerkollegium mit je 60 M. einem Oberprimaner und einem Unterprimaner bewilligt.

3. Das Schimmelpfengsche Familien-Benefizium. Dieses beträgt jährlich 12,19 M. Es wurde dem Quartaner Kurt Schimmelpfeng verliehen.

4. Die Dudenstiftung. Das Kapital der Stiftung betrug am Ende des Rech- nungsjahres 1907/8 5857,61 M. Davon sind 5500 M. in das Preußische Staatsschuldbuch ein- getragen. Das Stipendium im Betrage von 175 M. ist dem stud. phil. Gottlieb Schuchard verliehen.

5. Das Kapital der neu zu begründenden Freitischstelle hat sich von 3220,75 M. auf 3332,80 M. erhöht.

VI. Mitteilungen an die Eltern und die Schüler.

Um das Zusammenwirken von Elternhaus und Schule bei der Erziehung der Jugend zu erleichtern, ist dafür Sorge getragen, daß alle Schüler genau wissen, wann und wo jeder einzelne ihrer Lehrer bereit ist, die Angehörigen seiner Schüler zu empfangen, Mitteilungen entgegenzunehmen und Rat und Auskunft zu erteilen.

Die Wahl einer Wohnung für neu aufzunehmende Schüler unterliegt der Genehmi- gung des Direktors. Ferner ist zu jedem Wechsel der Wohnung vor dem Kündigen der alten und vor dem Mieten einer anderen die Erlaubnis des Direktors und des Klassen- lehrers einzuholen.

Solange ein Schüler wegen Krankheit die Schule versäumt, darf er ohne Erlaubnis eines Lehrers seine Wohnung nicht verlassen.