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hatten zugleich die volle Stundenzahl zu geben, beide haben sich schnell in ihrer nicht leichten Aufgabe zurechtgefunden und der Anstalt gute Dienste geleistet. Wir sehen sie nur ungern scheiden und begleiten sie mit unsern besten Wünschen.
Über die Gesundheitsverhältnisse bei Lehrern und Schülern ist diesmal wenig Günstiges zu berichten. Daß Herr Oberlehrer Burhenne längere Zeit, am Schluß des Sommer- und am Anfang des Winterhalbjahrs durch Krankheit an der Ausübung seiner Berufspflichten verhindert war und daß dann die Krankheit zum Tode führte, ist schon erwähnt worden. Zeichenlehrer Lindow konnte wegen eines hartnäckigen Leidens das ganze Sommerhalbjahr hindurch Keinen Unterricht geben, der Lehrer am Gymnasium Berge war ebenfalls öfter und besonders lange im Winterhalbjahr genötigt, den Unter- richt auszusetzen, und auch die andern Lehrer wurden fast alle längere oder kürzere Zeit durch die in dem Winter hier herrschende Influenza dem Unterricht fern gehalten.
Von den Schülern war eine größere Anzahl durch Erkrankung an den Masern, oder durch den Umstand, daß in ihren Familien diese Krankheit ausgebrochen war, längere Zeit am Schulbesuch verhindert. Daß zwei Schüler nach kurzer Krankheit im Sommer- halbjahr gestorben sind, ist schon berichtet worden. Die im Winterhalbjahr hier wie in großen Teilen Deutschlands herrschenden Krankheiten, Scharlach, Masern und Influenza haben unter den Schülern keine Opfer gefordert.
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