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Lonz ist mit der Vertretung des wegen Krankheit beurlaubten Oberlehrers Dr. Sänger betraut worden und legt gleichzeitig hier das Probejahr ab.
Vom 15. April bis zum 15. Juni war der Direktor zu einer Erholungsreise be- urlaubt. Mit seiner Vertretung wurde Professor Dr. Klippert beauftragt.
Am 22. April wurde der Probekandidat Lenz zum Reserveoffizier befördert.
Am 5. Mai wurde Oberlehrer Alex. Wende eingeführt und vereidigt.
Uber ihren bisherigen Lebensgang teilen die Oberlehrer Dr. Schaaff und
Wende und der Probekendidat Dr. Lenz folgendes mit
Schaaff, Albin, geboren den 23. Juli 1856 zu Zörbig, Provinz Sachsen, erhielt seine Gymnasialbildung 1868— 1878 auf der«Lateinischen Hauptschule» der Franckeschen Stiftungen zu Halle a. d. S. Von Michaeli 1876 bis ebendahin 1880 studierte er auf der Universität Halle— Wittenberg zuerst Theologie, wandte sich aber bald hauptsächlich dem Studium der deutschen und klassischen Philologie, sowie der Archäologie zu. Am 14. Juni 1881 wurde er auf Grund seiner Dissertation De genetivi usu Plautino« von der philosophischen Fakultät der Univer- sität zu Halle zum Doctor philosophiae promoviert und bestand ebendaselbst am 24. und 25. November 1882 die pPrüfung pro facultate docendi. Von Michaeli 1883 bis Oktober 1888 war er als Hülſslehrer am Dom-Gymnasium in Naumburg a. d. S. tätig. Ostern 1888 wurde er an das Königliche Domgymnasium in Magdeburg berufen, das er Ostern 1902 aus Gesundheitsrücksichten mit dem Königlichen Gymnasium in Hersfeld vertauschte. Im Druck erschien von ihm auber kleinen Aufsätzen die Abhandlung«Die Kunstausdrücke im Unterrichte in den klassischen Sprachen, 1. Teil.«(Programm des Königlichen Domgymnasiums zu Magdeburg Ostern 1897.)
Alexander Wende, geboren am 11. Juni 1859 zu Rambach, Rgb. Cassel, besuchte das Progymnasium zu Eschwege und das Gymnasium zu Hersfeld, das er Ostern 1878 mit dem Zeugnis der Reife verlies, und studierte darauf in Leipzig und Marburg klassische Philologie. Nachdem er im März 1883 die Prüfung pro facultate do- cendi bestanden und seiner Militärpflicht genügt hatte, leistete er von Ostern 1884 bis dahin 1885 sein Probejahr an den Gymnasien zu Fulda und Rinteln ab. Hier war er zugleich mit der Vertretung eines erkrankten Ober- lehrers betraut. Er wurde darauf zunächst in Rinteln noch weiter beschäftigt und versah dann von Herbst 1886 bis Ostern 1887 eine Hülfslehrerstelie am Gymnasium zu Marburg. Seit Ostern 1887 wirkte er als Hülfslehrer am Gymnasium zu Korbach, wo er Ostern 1891 als ordentlicher Lehrer angestellt wurde. Am 1. Mai 1902 wurde er als Oberlehrer an das hiesige Gymnasium versetæt.
Johann Friedrich Ludwig Lenz wurde am 22. Dezember 1873 als Sohn des Gutsbesitzers Ludwig Lenz zu Hörnsheim(Kreis Wetzlar) geboren. Er bestand die Reifeprüfung Ostern 1895 in Gießen und studierte dann an der dortigen Universität Kameralia und Forstwissenschaft. Im 3. Semester ging er zum Studium der neueren Philologie und Germanistik über und setzte seine Studien fort an den Universitäten Straßburg, Genf und Marburg. Zu seiner Ausbildung in der englischen Sprache war er von Michaelis 1898 bis Ostern 1899 als Lehrer an der High School zu Whitley R. S. O.(England) tätig. Am 12. Juli 1901 legte er vor der Königl. Wissenschaftlichen Prüfungskommission in Marburg die Prüfung für das Lehramt an höheren Schulen ab und bestand am 30. April 1902 an der Universität Marburg das Examen rigorosum. Zur Ableistung des Seminarjahres wurde er dem König- lichen Seminar der Klingerschule zu Frankfurt a. M. überwiesen. Ostern 1902 trat er sein pädagogisches Probejahr am Königlichen Gymnasium zu Hersfeld an.
Am 1. und 2. Juli machten die Schüler der oberen Klassen in Begleitung von
10 Lehrern eine Turnfahrt über Herleshausen, Wolfmannsgehau nach dem Heldrastein und von da über Großburschla nach Eschwege. Hier wurde auf dem Felsenkeller über- nachtet. Am 2. Tag ging der Marsch von Albungen durch das llöllental nach dem Meißner, von dort über die Seesteine, Harmuthsachsen nach Waldkappel. Hier wurde die Rückfahrt mit der Bahn angetreten, und um 9 ¾ Uhr trafen alle wohlbehalten wieder hier ein.
Es gereicht dem Unterzeichneten zur Freude, berichten zu können, daß die Haltung allerSchüler währendder Durnfahrt durchweg gut war, und daß besonders die Musikkapelle der Schülersich aufdem Marschdurch die Ortschaften undanden Haltepunkten vorzüglich bewährte.


