Jahrgang 
1902
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2. Die Münscherstiftung. Das Stiftungskapital beträgt am Ende des Rech- nungsjahres 1900/1901 2976,55 Mark; davon sind 2800 Mark in das Preußische Staatsschuld- buch eingetragen. Das Stipendium wurde vom Lehrerkollegium mit je 51 Mark dem Ober- primaner Fritz Hoßbach und dem Unterprimaner Georg Vilmar bewilligt.

3. Das Schimmelpfennigsche Familien-Benefizium. Dieses be- trägt 12,19 Mark; es ist auch in diesem Jahre in Ermangelung eines berechtigten Bewerbers nicht vergeben worden. Es sind bis zum Schlusse des Rechnungsjahres mit Zinsen 64,40 Mark angesammelt. Die Verleihung wird bei geeigneter Gelegenheit erfolgen.

Außerdem ist eine neue Freitischstelle in der Bildung begriffen. Das Kapital hat sich durch Zinsen-Zuwachs von 2459,59 Mark auf 2559,78 Mark erhöht.

VII. Mitteilungen an die Eltern und die Schüler.

Es erscheint nützlich, immer wieder aufs neue darauf hinzuweisen, daß unsre Real- nebenkurse, in denen die nicht am griechischen Unterricht teilnehmenden Schüler Ersatz- unterricht im Französischen, Englischen, im Rechnen und in der Mathematik erhalten, von dem Herrn Reichskanzler in aller Form anerkannt worden sind. Auch für die Schüler dieser Nebenkurse ist die Abschlußprüfung in allen Fächern des Gymnasialunterrichts aufgehoben. Doch müssen sie, um das Zeugnis der wissenschaftlichen Befähigung zum einjährig-frei- willigen Dienst zu erwerben, Vor der Versetzung nach Obersekunda durch eine Prüfung nachweisen, daß sie in den Fächern des Ersatzunterrichts Genügendes geleistet haben. Im übrigen gilt für sie dasselbe, wie für alle andern Schüler. Alle Rechte, die früher an das Bestehen der Abschlußprüfung an neunklassigen, oder der Reifeprüfung an sechsklassigen Anstalten geknüpft waren, werden jetzt durch die Versetzung nach Obersekunda erworben. Insbesondere erwerben die Schüler des Realnebenkursus durch die Versetzung nach Ober- sekunda auch das Recht, ohne Prüfung in die Obersekunda eines preußischen Realgymnasiums einzutreten.

Nach alledem kann den Eltern der nach Untertertia versetzten Schüler nach wie vor nur dringend empfohlen werden, wenn es bereits feststeht, daß ihre Söhne nicht studieren und überhaupt keine Laufbahn ergreifen sollen, die den Besuch der 3 oberen Klassen eines Gymnasiums zur Voraussetzung hat, beim Eintritt in die Untertertia statt des Unterrichts im Griechischen den Ersatzunterricht zu wählen. Für alle diese Schüler wird die Kennt- nis des Englischen und die Vertiefung ihrer Kenntnisse im Französischen und in der Mathematik weit wertvoller sein, als die Kenntnis der Elemente des Griechischen. Für diejenigen nach Untertertia versetzten Schüler hingegen, von denen es noch nicht feststeht,

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