Jahrgang 
1899
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25 nach welcher durch Allerhöchsten Erlaß vom 25. Oktober dem Professor Hafner der Rang der Räte 4. Kl. verliehen worden ist..

27. Desgl. vom 19. Dezember. ÜUbersendung des Professor-Patentes für den Oberlehrer Winchenbach.

28. Desgl. vom 17. Januar 1899. Es wird das WerkDeutschlands Seemacht sonst und jetzt von Wislicenus als eine von Sr. Majestät für einen besonders guten Schüler zum 27. Januar 1899 gestiftete Prämie übersendet.

29. Desgl. vom 6. Februar, nach welcher durch Allerhöchsten Erlaß vom 18. Ja- nuar dem Professor Winchenbach der Rang der Räte 4. Kl. verliehen worden ist.

30. Desgl. vom 11. März. Der Direktor wird mit der Versehung der Geschäfte des Königlichen Kommissars bei der bevorstehenden Reifeprüfung beauftragt.

III. Chronik.

Vor Beginn des neuen Schuljahrs verließ uns der Wissenschaftliche Hülfslehrer Dehnhardt, um einem Rufe an die Oberrealschule in Kassel zu folgen. Er hat mit kurzen Unterbrechungen 3%½ Jahre seine Kraft unserer Anstalt gewidmet und besaß die Hochachtung seiner Amtsgenossen wie die Liebe seiner Schüler. Unsre besten Wünsche begleiten ihn in seine neue Stellung.

Das neue Schuljahr begann Montag den 18. April mit der Aufnahmeprüfung.

Dienstag den 19. April wurden die neu eintretenden Schüler nach der Morgen- andacht von dem Unterzeichneten mit der Schulordnung bekannt gemacht und zu deren Befolgung sowie überhaupt zu pünktlichem Gehorsam durch Handschlag verpflichtet.

Im Anschluß daran wurde der mit Erteilung von 10 wöchentlichen Unterrichts- stunden im Turnen und Singen beauftragte Volksschullehrer Heinemann der Schul- gemeinde vorgestellt und durch Handschlag verpflichtet.

In der Nacht vom 7. auf den 8. Mai wurde die eben erst aufgeschlagene Bade- anstalt durch plötzlich eingetretenes Hochwasser weggeschwemmt. Die einzelnen Teile derselben konnten nur mit großer Mühe und vielen Kosten wieder an Ort und Stelle geschafft werden

Am 15. Mai verlor die Anstalt durch einen erschütternden Unglücksfall einen sehr liebenswürdigen und tüchtigen Schüler. Der Unterprimaner Heinrich Oldenburg aus Melsungen stürzte mit seinem Fahrrade so unglücklich, daß er von einem schwer-