— 11—
und Logarithmen. Quadratische Gleichungen mit einer und mehreren Unbekannten. Arithmetische und geometrische Reihen. Planimetrie: Konstruktion algebraischer Aus- drücke. Harmonische Punkte und Strahlen. Trigonometrie: Berechnung von schief- winkligen Dreiecken. Alle 3 bis 4 Wochen eine schriftliche Arbeit. Stamm.
10. Physik. 2 St. Wiederholung der chemischen und mineralogischen Grund- begriffe. Magnetismus, Elektrizität, Wärmelehre. Stamm.
Untersekunda a.
Klassenlehrer: Professor Dr. Becker.
1. Religionslehre, a) protestantische: 2 St. Bibellesen aus Strack und Völ- kers Biblischem Lesebuch behufs Ergänzung der in Unter- und Obertertia gelesenen Ab- schnitte. Erklärung des Evangeliums nach Lukas. Wiederholung des Katechismus und Aufzeigung seiner inneren Gliederung. Wiederholung von Sprüchen, Kirchenliedern und Psalmen. Oertel. b) katholische. Es waren keine katholischen Schüler in der Klasse.
2. Deutsch. 3 St. Gelesen wurden einige Schillersche Balladen und Romanzen, Lessings Minna von Barnhelm, Schillers Jungfrau von Orloans und Goethes Hermann und Dorothea. Anleitung zur Aufsatzbildung. Freie Vorträge. Grammatische Wiederholungen. Oertel.
Aufgaben für die Aufsätze: . Schillers Bürgschaft verglichen mit ihrer Quelle bei Hyginus. . Das Haus und das häusliche Leben des Kaufmanns in Goethes Hermann und Dorothea. . Früh übt sich, was ein Meister werden will.(Chriensatz). . Welche Vorzüge Dorotheas fesseln Hermann beim ersten Zusammentreffen?(Klassenarbeit.) . Welche Rolle spielt der Verlobungsring Tellheims in Lessings Minna von Barnhelm? . Nulla dies sine linea.(Klassenarbeit.) . Wie rechtfertigt sich der Ausspruch Bertrands:«Vater Dark, Euch gab Gott eine wundervolle Tochter«? . Die Schicksale des Majors von Tellheim.(Prüfungsaufsatz.)
3. Lateinisch. 7 St. Cicero, Or. in Catilinam I und III, Orat. pro S. Roscio Amerino. Livius, Ab urbe cond. I und II mit Auswahl. Virgil, Aeneis I und Il mit Auswahl. Wiederholung und Ergänzung der Syntax. Alle 8 Tage eine Übersetzung ins Lateinische als Klassenarbeit oder als häusliche Arbeit; alle 6 Wochen statt derselben eine schriftliche Ubersetzung ins Doutsche. Becker.
4. Griechisch. 6 St. Lektüre: Xenophon, Anabasis IIl und IV; Homer, Odysee l—VI mit Auswahl. Gelegentliche Erklärung des epischen Dialekts. Grammatik: Kasuslehre, Syntax des Artikels und des Pronomens und die notwendigsten Regeln der Tempus- und Moduslehre. Wiederholung der Formenlehre. Alle 14 Tage eine schrift- liche Arbeit aus dem Deutschen ins Griechische. Kraatz.
5. Französisch. 3 St. Lektüre aus Rollin, Hommes célèbres. Grammatik: Wortstellung; Kasusrektion der Verben; Gebrauch der Zeiten; Moduslehre; Infinitiv; Partizip. Alle 14 Tage eine schriftliche Arbeit.— Die am griechischen Unterricht nicht teil-
2
1 8—X


