Jahrgang 
1896
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17. Desgl. vom 24. Dezember, UÜberweisung von 37 Exemplaren des Schriftchens von F. Wiesenbach:Die blinden Hessen.

18. Desgl. vom 9. Januar, Überweisung von 3 als Geschenk für Schüler bestimmten Exemplaren der vom General v. Mischke bei der Enthüllung des Kaiser-Friedrichdenkmals bei Wörth gehaltenen Festrede.

19. Desgl. vom 11. Januar, Überweisung eines Exemplars des Schriftchens von Prof. Gemß über dieSchulorthographie als Geschenk des Herrn Ministers.

20. Desgl. vom 16. Januar, Genehmigung der Einführung von Wagners Abriß der Geschichte des Hessenlandes.

21. Desgl. vom 6. Februar, betrifft die Verwendung von Stahlfedern aus deutschen Fabriken.

22. Desgl. vom 3. März, Beauftragung des Direktors mit der Leitung der Reife- und Abschlußprüfungen.

III. Chronik.

Das Schuljahr begann Montag den 22. April mit der Aufnahmeprüfung. Dienstag den 23. wurden die neu aufzunehmenden Schüler nach der gemeinschaftlichen Morgenandacht vom Direktor mit der Schulordnung bekannt gemacht und durch Handschlag zu deren Be- folgung verpflichtet.

Am 29. April wurde der bisherige Wissenschaftliche Hülfslehrer Wassermeier von dem Direktor in sein neues Amt als Oberlehrer eingeführt. Über seinen Lebensgang teilt Oberlehrer Wassermeier folgendes mit:

Heinrich Wassermeier, geb. den 3. Juni 1862 zu Marburg, besuchte das Gymnasium seiner Vaterstadt bis Ostern 1881. Nach fünfjährigem Studium der klassischen Philologie auf der Universität zu Marburg bestand er am 4. Dezember 1885 die Prüfung pro fac. doc. Von Ostern 188687 legte er sein Probe- jahr an dem Wilhelms-Gymnasium zu Cassel ab. Nachdem er sodann seiner Militärpflicht genügt hatte, war er als Wissenschaftlicher Hülfslehrer an den Gymnasien zu Weilburg und Hanau, sowie an dem Realprogymnasium zu Schmalkalden bis Ostern 1895 beschäftigt. Von da wurde er als Oberlehrer an das hiesige Gymnasium berufen.

Am 21. Mai wohnte der Provinzialschulrat Geheimer Regierungsrat Dr. Lahmeyer bei einigen Lehrern dem Unterricht bei.

Am 22. Mai beteiligte sich der Direktor und die Mehrzahl der Kollegen an der Ver- sammlung der Lehrer der höheren Unterrichtsanstalten von Hessen-Nassau und dem Fürsten- tum Waldeck in Fulda.

Vom 6. Juni bis Ende Juli übernahm der unbesoldete Wissenschaftliche Hülfslehrer Dr. Altenburg die Vertretung eines Oberlehrers in Biedenkopf.

Am 10. Juni und am 1. Juli mußte der Nachmittagsunterricht wegen großer Hitze ausgesetzt werden.

Am 14. Juni fiel der Unterricht wegen der auf diesen Tag angesetzten Zählung aus-