Arithmetische und geometrische Reihen erster Ordnung. Planimetrie: Abschluß der Xhnlich- keitslehre und einiges über harmonische Punkte und Strahlen mit entsprechenden Kon- struktionsaufgaben. Trigonometrie: Berechnung der rechtwinkligen und gleichschenkligen Dreiecke, der regelmäßigen Vielecke. Berechnung schiefwinkliger Dreiecke. Alle 3 Wochen eine schriftliche Arbeit. Sünger.
10. Physik. 2 St. Wärmelehre, Magnetismus, Elektrizität nach Sumpf, Grundriß der Physik. Sänger.
Untersekunda. Ordinarius: Professor Dr. Becker.
1. Religionslehre, a) protestantische: 2 St. Wiederholung und Ergänzung der Geschichte des Reiches Gottes im Alten Testament durch Lesen von Abschnitten aus den didaktischen und prophetischen Büchern. Erklärung des Evangeliums Lucae. Wiederholung des Katechismus und Aufzeigung seiner innern Gliederung. Wiederholung von Sprüchen, Liedern und Psalmen. Oertel. b) katholische: 2 St. Mir Obersekunda vereinigt.
2. Deutsch. 3 St. Erklärung von Schillers Jungfrau von Orleans, Lessings Minna von Barnhelm und Goethes Hermann und Dorothea. Mündliche Vorträge im Anschluß an diese Lektüre; Auswendiglernen passender Stellen aus diesen Dichtungen. Anleitung zur Bildung von Aufsätzen. Gelegentliche Wiederholungen orthographischer und grammatischer Gesetze im Anschluß an die Besprechung der Aufsätze. Tiemann.
Aufgaben für die Aufsätze:
1. Was treibt die Menschen in die Ferne?
2. Die Ankunft Blüchers auf dem Schlachtfelde von Waterloo.(Scherenberg.)
3. Die Verhandlungen der Griechen mit den Gesandten aus Sinope.(Xenophons Anabasis V.)(Klassenarbeit.)
4. Der Herzog Philipp von Burgund.(Jungfrau von Orleans.)
5. Welche Bedeutung hat die Lionelscene(Jungfrau von Orleans III., 10) für die Entwicklung von Johannas Charakter?(Klassenarbeit.)
6. Was erfahren wir über Tellheims Charakter und äußere Lage aus dem ersten Akte der„Minna von Barnhelm*?
7. Die Entwicklung der Handlung in dem dritten Akte der„Minna von Barnhelm“.(Klassenarbeit.)
8. Mein Heimatsort. 9. Welche Scenen aus den ersten vier Gesängen von Goethes„Hermann und Dorothea“ eignen sich am besten für den Maler, und aus welchen Gründen?(Prüfungs-Aufsatz.)
3. Lateinisch. 7 St. Cicero, Orat. in Catilinam II und IV und orat. pro Ligario, Vergils Aen. I Anfang und IV, Livius, Ab urbe c. Buch I und II mit Auswahl. Ubungen im unvorbereiteten Ubersetzen. Grammatische Wiederholungen und Ergänzungen. Alle 8 Tage eine schriftliche Arbeit aus dem Deutschen ins Lateinische, meistens im Anschluß an die Lektüre, alle sechs Wochen eine solche aus dem Lateinischen ins Deutsche. Becker.
4. Griechisch. 6 St. Lektüre: Xenophons Anabasis V und VI; Homers Odyssee, erste Hälfte mit Auswahl. Anleitung zur Vorbereitung des Schriftstellers und Ubungen im unvorbereiteten Übersetzen. Gelegentliche Erklärung des epischen Dialektes; Einprägen geeigneter Dichterstellen. Grammatik: Kasuslehre, Syntax des Artikels und des Pronomens und die notwendigsten Regeln der Tempus- und Moduslehre. Wiederholung der gesamten Formenlehre. Alle 14 Tage eine schriftliche Arbeit zur Einübung der Syntax oder Rück- übersetzungen aus der Anabasis. Tiemann. 3


