Jahrgang 
1895
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Zu gleicher Zeit tritt auch der Wissenschaftliche Hülfslehrer Dr. Schäfer aus seiner Stellung aus, um in derselben Eigenschaft am Gymnasium zu Marburg thätig zu sein. Obwohl er nur ein Jahr an unserer Anstalt gewirkt hat, sehen wir ihn doch ungern scheiden, da er in der kurzen Zeit die Achtung seiner Kollegen zu erwerben verstanden hat und seinen Schülern ein ebenso wohlwollender wie gewissenhaft strenger Lehrer gewesen ist.

Beiden scheidenden Kollegen folgen unsere besten Wünsche für gesegnete Wirk- samkeit in ihren neuen Stellungen.

Mit dem Schluß dieses Schuljahres erreicht ferner die Thätigkeit des mit Ertei- lung von 10 Unterrichtsstunden beauftragten Volksschullehrers Völker an der Anstalt ihr Ende. Das Gymnasium ist ihm für die erfolgreichen Dienste, die er 13 Jahre hin- durch mit großer Gewissenhaftigkeit und Pflichttreue geleistet hat, zu großem Dank ver- pflichtet und wird ihn stets in gutem Andenken behalten.

Über die Gesundheitsverhältnisse der Lehrer ist auch in diesem Jahre nichts besonders Günstiges zu berichten.

Abgesehen von schnell vorübergehenden Unpäßlichkeiten, von denen fast alle Lehrer für einzelne Tage befallen waren, mußten mehrere wochenlang, ja einige selbst monatelang wegen Erkrankung den Unterricht aussetzen. Besonders schwer heim- gesucht waren die Kollegen Prof. Dr. Schmidt und Oberlehrer Burhenne. Dieser mußte fast die ganze erste, jener den größten Teil der zweiten Hälfte des Wintersemesters der Schule fern bleiben, und es kam auch in diesem Jahr wiederholt vor, daß 3 Lehrer, ein- mal auch daß 4 Lehrer gleichzeitig zu vertreten waren.

Immerhin waren die Gesundheitsverhältnisse nicht ganz so ungünstig, wie in den beiden vorigen Jahren.

Der Gesundheitszustand der Schüler war im ganzen befriedigend; nur zu der Zeit der großen Kälte fehlte während einiger Tage eine größere Anzahl von Schülern. Von ansteckenden Krankheiten sind wir Gott sei Dank ganz verschont geblieben.

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