Jahrgang 
1894
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aus, wohin die Eisenbahn sie führte, über Reinhartsbrunn, Friedrichroda, die Marienhöhle, Tabarz, durch den Lauchagrund über den Thorstein nach dem Inselsberg, wo im preuß. Gasthof ein gutes Abendessen und gutes Nachtquartier bereit gehalten war. Am folgenden Tage ging der Marsch über Eisenach zurück.

Die Sommerferien dauerten vom 2. Juli bis zum 1. August.

Vom 9. August bis zum 14. September mußte der zu einer militärischen UÜbung einberufene Wissenschaftliche Hülfslehrer Stern vertreten werden.

Am 17., 18. und 21. August mußte der Unterricht in der 5. Vormittags- und in den Nachmittagsstunden wegen sehr großer Hitze ausfallen.

Am 1. September gab die ganze Anstalt einem Kameraden, dem Untersekundaner Hermann Humpf, das Geleite zur letzten Ruhestätte. Die Anstalt verliert in ihm einen braven und pflichtgetreuen Schüler.-

Das Sedanfest wurde in herkömmlicher Weise mit Zapfenstreich und Weckruf durch die Gymnasiastenkapelle eingeleitet. Die Feier in der Aula, pei welcher der Oberprimaner Konrad Welker über die Einnahme Straßburgs sprach, erfreute sich großer Teilnahme des Publikums. Von einem geplanten gemeinsamen Ausflug mußte des ungünstigen Wetters wegen Abstand genommen werden. Dagegen vereinigten sich die oberen Klassen am Abend in der Turnhalle zu einem gemeinsamen Festtrunk, bei dem festliche Ansprachen. musi- kalische und kleine dramatische Vorführungen miteinander abwechselten.

Am 7. September fand unter Vorsitz des Kgl. Kommissars Herrn Geheimrats Pro- vinzialschulrat Dr. Lahmeyer die Reifeprüfung am Gymnasium und Realprogymnasium statt. Allen Prüffingen wurde das Zeugnis der Reife zuerkannt.

Das Sommersemester wurde am Sonnabend den 23. September geschlossen.

Am Schluß des Semesters verließ die Anstalt wieder der Wissenschaftliche Hülfs- lehrer Hirschfeld, um eine Hülfslehrerstelle in Wiesbaden anzunehmen. Wir sahen ihn ungern scheiden, da er in kurzer Zeit die Achtung seiner Kollegen und die Liebe seiner Schüler zu gewinnen gewußt hat..

Das Wintersemester begann am 9. Oktober mit der Aufnahmeprüfung. Am 10. Ok- tober wurden nach der gemeinsamen Morgenandacht den Schülern die Schulgesetze erläutert, und im Anschluß daran fand die Verpflichtung der neu aufgenommenen Schüler statt.

Am 18. Oktober wurde des Kaisers Friedrich III. in einer Schulfeier gedacht. Die Ansprache hielt der Direktor.

Am 31. Oktober fiel der Landtagswahlen wegen der Unterricht aus.

Vom 23. November bis zum 2. Dezember war Professor Dr. Klippert, der zum Schwurgericht nach Kassel einberufen war, zu vertreten.

Am 3. Dezember wurde ein braver und liebenswürdiger Schüler, der Quintaner Christian Schuchart von hier, zur ewigen Ruhe bestattet. Da er an einer ansteckenden Krankheit gestorben war, so konnten ihm leider die Schüler das letzte Geleite nicht geben.

Am 15. November trat der Wissenschaftliche Hülfslehrer Gottfried Grandpierre, der zur Vertretung eines erkrankten Lehrers unsrer Anstalt zugewiesen war, seine Thätig- keit an und wurde bei der nächsten gemeinsamen Morgenandacht in sein Amt eingeführt. Über seinen Lebensgang teilt derselbe folgendes mit: