Jahrgang 
1884
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Ordnung der Prüfung.

Freitag den 4. April. Vormittags 8 Uhr.

8 8 ½ Realsekunda: Mathematik. Groscurth. 8 ½ 9 Realtertia: Latein. Cornelius. 9 9 ½ Gymnasialobertertia: Caesar. Bosing. 9⁴½ 10 Gymnasialuntertertia: Französisch. Mannss. 10 10 ½ Quarta a: Geschichte. Schenkheld. 10 ½ 11 Quarta b: Latein. Mathi. 11 11 ½ Quinta: Rechnen. Völker. 11 ½ 12 Sexta: Latein. Cornelius.

Nachmittags 2 Uhr. 2 2 ½ Gyimnnasialuntersekunda a: Cicero. Bender. 2 ½ 3 Gymnasialuntersekunda b: Geschichte. Hafner. 3 3 ½ Gymnasialobersekunda: Mathematik. Klippert. 3 ½ 4 Gymnasialprima b: Homer. Bender.

Mitteilung an die Eltern.

Die Eltern unserer Schüler erlaube ich mir an dieser Stelle noch einmal darauf auf- merksam zu machen, dasz die Realgymnasialklassen für alle diejenigen, welche nicht das Abiturientenexamen am Gymnasium machen wollen, viel geeigneter sind, als die Gymnasial- klassen. Insbesondere richte ich an die Angehörigen der Schuler, welche jetzt die Reife für Tertia erreicht haben, die dringende Aufforderung, ihre Kinder und Pflegebefohlenen nicht in die Gymnasialtertia, sondern in die Realprogymnasialtertia eintreten zu lassen, wenn be- reits feststeht, dasz jene Schüler nicht studieren, bezw. keine Laufbahn einschlagen sollen, für welche das Gymnasialabiturientenexamen erforderlich ist. Dabei darf ich nicht uner- wähnt lassen, dasz der Andrang zu den Berufsarten, welche ein akademisches Studium vor- aussetzen, so grosz ist, dasz, mit Ausnahme etwa der Kandidaten der Theologie, sämtliche akademisch gebildeten jungen Leute in der Regel nach Beendigung der Studien und Zurück- legung der Examina noch mehrere Jahre lang nicht auf Gehalt und Remuneration werden rechnen können. Aus diesem Grunde ist die Wahl eines Berufes, der Universitätsstudien er- fordert, nur solchen zu raten, die bei genügender Befähigung auch die Mittel haben, selbst nach dem akademischen Triennium oder Quadriennium noch einige Jahre ohne Gehalt