Jahrgang 
1881
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14. Am 17. November: Der Ortspolizeibehörde ist das Wirtschaftslokal zu bezeichnen, welches Schüler der obersten Klasse besuchen dürfen.

15. Am 20. November: Es wird genehmigt, dass der Rendant der Austalt eine Zahl- stelle für die Kaiser-Wilhelm-Spende übernehme.

16. Am 10. Januar: In jedem Falle, wo ein noch im schulpflichtigen Alter stehender Knabe entlassen wird oder ausscheidet, ist der Ortsschulbehörde Anzeige zu machen,

17. Am 17. Februar: In Verfolg der Verfügung vom 2. Oktober wird 1 Exemplar des Geschäftsplans und der Erläuterungen zu den Versicherungsbedingungen, 3 Prospekte und 2 Anmeldeformulare der Kaiser-Wilhelm-Spende mitgeteilt.

18. Am 10. März: Erlaſs des Herrn Ministers vom 7. März. welcher die Vereinigung von 3 Parallelklassen(Quarta bis Sekunda incl.) mit dem Gymnasium unter gleichzeitiger Auf- hebung der hiesigen höheren Bürgerschule mit dem 1. April 1882 anorduet.

19. Am 12. März: Die Einführung vonHerbst. Historisches Hilfsbuch u. s. w. wird genehmigt.

20. Am 16. März: Erlaſs der Herren Minister des Kriegs und des Innern vom 10. März, wodurch die Verfügung des Herrn Ministers der geistlichen etc. Angelegenheiten vom 9. August 1877 in Erinnerung gebracht wird. Nach dieser Verfügung ist es gestattet, wenn das Schuljahr erst nach dem 1. April schliefst, denjenigen Schülern der Untersekunda, welche in dem betreffenden Kalenderjahr 20 Jahre alt, also dienstpflichtig, werden, das Zeugnis der Reife für Obersekunda, bezw. das Zeugnis der wissenschaftlichen Befähigung zum Eintritt als Einjährig-Freiwillige, so zeitig vor dem Schlufs des Schuljahres zu erteilen, dafs sie dasselbe vor dem 1. April an die Prüfungs-Kommission für Einjährig-Freiwillige einschicken können.

III. Chronik.

1. Aus dem vorigen Schuljahr ist noch nachzutragen, daſs die Feier des an den Schlufs desselben fallenden Geburtstages Sr. Majestät des Kaisers und Königs, verbunden mit der Entlassung der Abiturienten, unter groſser Beteiligung des Publikums statt fand. Die Festrede hielt der Gymnasiallehrer Manss. Der Unterprimaner Hermann Knopf sagte den scheidenden Abiturienten in deutscher Sprache Lebewohl, der Abiturient Arnold Meyer nahm in lateinischer Rede Abschied von der Anstalt.

Am Schluſs des vor. Schuljahrs verliefs uns der Kandidat des höhern Lehramts Kühne, um einem Rufe an die Kadettenanstalt in Lichterfelde zu folgen.

2. Das Schuljahr begann am 8. April. Dem Beginn des Unterrichts ging eine ge- meinsame Morgenandacht und eine Ansprache des Direktors, in welcher derselbe die wich- tigsten Bestimmungen der Schulgesetze erläuterte und deren gewissenhafte Befolgung den Schülern ans Herz legte, voraus.

3. In den Tagen vom 3. bis 6. Juni machten etwa 100 Schüler der oberen und mittleren Klassen in Begleitung des Direktors und einiger andrer Lehrer eine Turnfahrt über