Jahrgang 
1892
Einzelbild herunterladen

2- 14

gegen. Joseph Hahn, geboren in Eisenach im Grossherzogtum Sachsen-Weimar am 21. Dezember 1856, studierte von Herbst 1874 bis Ostern 1878 zu Giessen und Berlin Mathematik und Physik und bestand am 11. Mai 1878 die Prüfung für das höhere Lehrfach. Bis zum 1. April 1880 war er provisorischer Lehrer an dem Gymnasium zu Bensheim, dann in gleicher Eigenschaft an dem Gymnasium zu Giessen, wo er am 1. Oktober 1880 definitiv angestellt wurde. Von Herbst 1882 bis zum 1. Dezember 1889 war er Lehrer an dem Gymnasium und der Realschule zu Worms, dann an dem Ludwig-Georgs-Gymnasium zu Darmstadt und seit Herbst 1890 an dem Neuen Gymnasium daselbst.

2. Durch Allerhöchstes Dekret vom 1. April wurde der seither in der Kategorie der Volksschullehrer angestellte Dirigent der höheren Bürgerschule Adam Rudershausen zum Lehrer an dem Gymnasium in Mainz ernannt; mit ihm wurde der ebenfalls in der Kategorie der Volks- schullehrer angestellte Lehrer an der höheren Bürgerschule Dr. Karl Schmidt an das Gymnasium in Mainz versetzt. Der bis dahin in der Kategorie der Volksschullehrer angestellte Lehrer an der höheren Bürgerschule zu Heppenheim Dr. Georg Zilch wurde durch Allerhöchstes Dekret vom 1. April zum Lehrer an der Realschule ernannt, ebenso der Lehrer an der Realschule zu Wimpfen Dr. Christoph Wittich. Georg Zilch, geboren am 3. April 1855 in Bieber im Kreise Offenbach, bezog im Herbste 1878 die Universität Giessen, um neuere Philologie zu studieren. Nachdem er am 28. Juli 1882 die Prüfung bestanden hatte, begann er zu Herbst 1882 seinen Access an dem Realgymnasium und der Realschule zu Giessen und hielt sich nach Vollendung desselben zu seiner weiteren Ausbildung einen Winter in Nancy auf. Seit Ostern 1884 war er an der höheren Bürgerschule verwandt und wurde am 24. August 1885 definitiv angestellt. Christoph Wittich, geboren in Darmstadt den 12. Februar 1859, bestand am 18. Juni 1880 zu Giessen in der Chemie, der Physik und den beschreibenden Naturwissenschaften die Prüfung für das höhere Lehrfach. Er begann im August 1880 seinen Access an dem Realgymnasium und der Realschule in Darmstadt, unterbrach denselben aber bald, um ein halbes Jahr Lehrer an der Realschule und Landwirtschaftsschule zu Varel in Oldenburg und von Ostern 1881 bis Herbst 1883 Lehrer an einer höheren Bürgerschule in Hamburg zu sein. Nachdem er dann seiner Militärpflicht genügt hatte, setzte er seinen Access an dem Realgymnasium und der Real- schule in Darmstadt fort. Von Herbst 1885 bis Herbst 1888 war er Dirigent und erster Lehrer an der höheren Bürgerschule zu Pfungstadt und wurde am 1. Oktober 1888 als Lehrer an der Realschule zu Wimpfen definitiv angestellt.

3. Durch Verfügung des Grossh. Ministeriums vom 26. März 1891 wurde den Lehr- amtsaccessisten Ludwig Büttenbender, vorher Lehrer an der höheren Bürgerschule zu Gross- Gerau, Dr. Adolf Horn, bis dahin Lehrer an der höheren Bürgerschule zu Heppenheim, und August Braun an dem Realgymnasium und der Realschule in Giessen die provisorische Ver- waltung von Lehrerstellen an der Realschule übertragen. Durch Allerhöchste Dekrete vom 9. Juni wurden die Reallehrer Büttenbender und Horn definitiv angestellt. Ludwig Bütten- bender, geboren am 20. August 1857 in Gross-Umstadt, bestand am 16. December 1884 zu Giessen die Prüfung für das höhere Lehrfach, der er sich in der klassischen Philologie, in dem Deutschen und dem Französischen unterzogen hatte. Er war Accessist an dem Gymnasium in Darmstadt, sodann provisorischer Lehrer an dem Realgymnasium und der Realschule daselbst; vom Frühjahr 1887 bis zum Herbst 1888 war er an der Realschule in Wimpfen, dann an dem Gymnasium in Mainz und seit Januar 1890 an der höheren Bürgerschule zu Gross-Gerau ver- wandt. Adolf Horn, geboren zu Eschollbrücken bei Darmstadt den 30. October 1861, bestand am 3. August 1885 zu Giessen in der Chemie, der Physik und den beschreibenden Natur- wissenschaften die Prüfung für das höhere Lehrfach. Von Herbst 1885 bis Herbst 1886 Accessist an dem Gymnasium und der Realschule in Worms, dann Einjährig-Freiwilliger beim Grossh. Hess. Feldartillerieregiment Nr. 25, fand er von Herbst 1887 bis Herbst 1888 an der höheren Bürgerschule in Pfungstadt und dann an der hiesigen Anstalt Verwendung.