— 16—
Tischteil trägt die Leitungen und enthält. Keine Aufbewahrungsfächer für Stative und dergleichen. Der Tisch ist vollständig eisenfrei. Hierdurch werden magnetische Ver- suche ohne jegliche Störung ermöglicht. Die Beweglichkeit des Tisches erweist sich als sehr praktisch. Die Schalttafel wurde geliefert von den Pbysikalischen Werkstätten (Phywe) Göttingen. Sie gestattet die Abnahme von Gleichstrom(110 Volt), Wechsel- strom(220 Volt) und Drehstrom(Dreiphafenwechselstrom 220 /380 Volt) bei Regulier- möglichkeit durch Doppelkurbelrheostat. und Transformatorstufen für den Drehstrom. Die Schaltungen werden durch Schnüre betätigt und sind so für die Schüler erkennbar. Von der Tafel führen Anschlüsse an den Experimentiertisch und die übrigen Stromab- nahmestellen. Die Umformeranlage für Gleichstrom wurde von dem Städtischen Elektri- zitätswerk Hadamar bezogen. Die Firma Max Kohl, Chemnitz, lieferte den Heliosta- ten.— Durch die genannten Neueinrichtungen hat das Gymnasium die äußeren Vorbe- dingungen für einen hochwertigen Physikunterricht erhalten.
Um die Spuren der dreifachen Bauarbeiten zu beseitigen und den mit Rücksicht auf Sammelheizungsanlage lange hinausgeschobene Neuanstrich mancher Räume nachzuholen, erfolgte eine gründliche Instandsetzung von Klassenzimmern, Gängen und Treppen. Die fein abgestimmte Ausmalung paßt sich der Architektur gut an, läßt sie zum Teil wir— kungsvoller als bisher hervortreten und gewährt ein erfreuliches Gesamtbild. Die Maler- und Schreinerarbeiten waren an hiesige und auswärtige Meister und Unternehmer vergeben.
Dem Preußischen Hochbauamt in Diez a. d. Lahm, besonders seinem Vorstand, Herrn Regierungsbaurat Schäfer, und Herrn Regierungsbaurat Schrader,— sei auch an dieser Stelle aufrichtig gedankt für vielfältige Mühe und bereitwilliges Entgegenkommen gegenüber den Wünschen des Gymnasiums bei der Modernisierung und Verjüngung sei- nes Heimes
Wesentliche Verbesserungen, zum Teil schon in der Vorkriegszeit geplant oder be- schlossen, sind nun nach Jahren der Entbehrung und Einschränkung verwirklicht. Geist und Vermögen der Gegenwact haben dem Innern des dreihundertjährigen Schlosses, dem Sitz des Gymnasiums, das ihre gegeben; Kunst und Technik, Ueberlieferung und Fort- schritt sind glücklich vereint, ein Sinnbild und Vorbild für die Arbeit des Gymnasiums.
b) Geschenke.
Vom Herrn Minister oder dem Provinzialschulkollegium:
Fortlaufende Lieferung des Deutschen Sprachatlasses. L. Sternberg,„Land Nassau“. Muth,„Lehrbuch des Weinbaus“. Strukturenwandlungen der deutschen Volkswirtschaft. Ministerialrat Schellberg,„Görresausgaben“. Vom Arbeitsausschuß Deutscher Verbände:
Stiewe,„Deutschland und Europa 1890 bis 1914“.
Vom hiesigen Bischöflichen Konvikt: Eine wertvolle Sammlung deutscher Kali-Salze.
Allen Spendern herzlichen Dank!
7. Aus der Geschichte der Anstalt.
17. 4. 28. Aufnahmeprüfung. Im ganzen wurden 54 Schüler neu aufgenommen Die Gesamtanfangsschülerzahl betrug 271.
18. 4. Der Uaterricht des neuen Schuljahres begann auch diesmal mit einem gemein- samen katholischen Gottesdienst.
23. 5. Heute verschied ganz unerwartet in den Sielen Herr Geheimrat Dr Gerstenberg, der langjährige Dezernent des Gymnasiums Wir werden dem tüchtigen Schulmanne, dem sachkundigen und wohlwollenden Berater ein dankbares Andenken bewahren. Das Dezernat übernahm der Vizepräsident des Provinzialschulkollegiums Herr Oberschulrat Dr. Sondag.
25 5. bis 5. 6. Pfingstferien.
10. 7. Großer Schulausflug, für eine Klasse zwei Tage. Der Ausflug war vom Wetter sehr pegünstigt und verlief ohne jeglichen Zwischenfall; er löste allgemeine Befriedigung aus.


