Jahrgang 
1928
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älteren Geschwister unserer Schüler Höuere Schulen oder Hochschulen besuchen und welche Schulen dies sind. Da diese Ermäßigungen von dem unterb er- wähnten Prozentsatz vorweg in A bzug gebracht werden müssen, wäre ein weit- gehender Verzichtderunterav Bezeichneten zugunstem unserer bedürf- tigen Schüler dringend erwünscht. b) Aufgrund eines Gesuches, das von der Ortsbehörde zu bestätigen ist, eine genaue Darlegung der finanziellen Verhältnisse enthalten muß und zu Beginn eines jeden Schulhalbjahres einzureichen ist, nur an durchaus würdige und tüchtige Schüler in schwieriger finanzieller Lage und zwar in den gesetzlich gezogenen Grenzen.

Einem besonders tüchtigen Schüler wurde aus den Mitteln des Reichsministeriums des Innenn eine einmalige Erziehungsbeihilfe von 600 RM bewilligt.

k) Berufsberatung.

Die Veröffentlichungen über die ungünstigen oder günstigen Aussichten bestimmter Berufe wurden vor allem den Schülern der OI regelmäßig zur Kenntnis gebracht. Zur Orientierung über den in Aussicht genommenen Beruf leisteten dieMerkblät- ter für Berufsberatung von der deutschen Zentralstelle für Berufsberatung der Akademiker noch mehr als in früheren Jahren wertvolle Dienste. Auch früheren Schülern, die bereits im akademischen Studium begriffen waren oder sich einem praktischen Beruf zugewandt hatten, konnte mit ihrer Hilfe die endgültige Ent- scheidung wesentlich erleichtert werden Bei Wahl eines praktischen Berufes wurde in einzelnen Fällen die öffentliche Berufsberatung des Kreises befragt.

5. Der Elternbeirat.

Die Versammlungen mußten auf ein Minimum eingecshränkt werden, da die früher abgehaltenen stets nur äußerst schwach besucht waren. Der Grund hierfür liegt wohl in dem ohnehin sehr regen Verkehr zwischen Schule und Elternhaus zur Besprechung der einschlägigen Fragen.

6. Verschiedenes.

a) Umbauarbeiten. Im Schuljahr 1928 /29 wurden nach langjährigen Bemühungen drei Wünsche des Gymnasiums erfüllt. Der Einbau einer Sammelheiungsanlage machte der Rauch- und Kohlenoxydgasplage ein Ende. Die Heizungsanlage wurde von der Firma Käuffer und Co, Mainz, gebaut und konnte sogleich im kalten Winter 1928/29 ihre Leistungsfähigkeit beweisen.

Die Dunkelheit, welche im Winterhalbjahr bisher die ersten Unterrichtsstunden stark beeinträchtigte, wurde durch eine elektrische Beleuchtungsanlage gebannt. IsSt auch die Schaltanlage für die Flure verbesserungsbedürftig, so kann man doch die Beleuchtung der Räume als zweckmäßig und geschmackvoll bezeichnen. Die Arbeiten wurden an die hiesigen Installationsfirmen vergeben. Die Beleuchtungskörper lieferten die Firmen Laakmann, Frankfurt a M, und Maschmann, Mainz.

Aus dem bisher leerstehenden Sommersaal des Schlosses wurden durch Umbauarbeiten Räume gewonnen, welche dem Physik- Unterricht dienen. Die Arbeiten wurden aus- geführt von der Firma A. Michel, Hadamar. Es entstanden ein Unterrichtsraum für Physik, ein Vorbereitungs- und ein Sammlungszimmer. Der davor liegende breite, helle Flur wurde als Schülerübungsraum eingerichtet. Die Bänke wurden von den Zschokkewerken, Kaiserslautern, geliefert und die übrige Einrichtung hauptsächlich von den Firmen Lejyun und Masche, Berlin. Besonders erwähnt, seien der Experimentiertisch und die Schalttafel. Der Experimentiertisch nach W. Volkmann besteht aus einem festen Teil und zwei Ansatztischen. Der feststehende