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die auch an dieser Stelle herzlich gedankt sei. Für die Hilfsbücherei wurden nach Vorschrift 7 Prozent verwandt; durch bereits gemachte und noch zu erwartende freunduche Zuwendungen seitens der Elternschaft wird die Hilfsbücherei zum Besteu bedürftiger und würdiger Schüler noch erheblich ausgestaltet werden.
k) Berufsberatung. Ein Berufsberatungs-Ausschulßz hielt das Lehrerkollegium über die einschlägige Literatur auf dem Laufenden, sodaß die in Frage kommenden Schüler in Würdigung ihrer Eigenart und ihrer Verhältnisse nach Möglichkeit in Sachen der Berufswahl beraten werden können.
V. Der Elternbeirat.
Er bestand aus den Herren Hauptlehrer Hannappel, Stadtrentmeister Reichwe in, Studienrat Bosing, Betriebsführer Lindermann und Oberförster Mühlhausen. In den regelmäßigen Sitzungen wurde unter Beteiligung von Mitgliedern des Lehrkörpers über wichtige Fragen der Schule eingehend beraten und auch dadurch die ersprießlichen Beziehungen zwischen Schule und Elternhaus gefestigt.
VI. Verschiedenes.
Als Schulgebäude dient dem Gymnasium das vom Fürsten Johann Ludwig von Nassau-Hadamar vor rund 300 Jahren erbaute prächtige Schloß, das auch bei der jetzigen hohen Schülerzahl den Bedürfnissen vollauf genügt, wenn, wie beschlossen, demnächst im sog.„Wintersaal“ der Fürsten ein neuer Singsaal und den heutigen An- forderungen entsprechend physikalische Unterrichtsräume eingebaut sein werden.— Dem Gymnasium gegenüber liegt der Turnplatz von 76 m Länge und 56 m Breite und die Turnhalle von 20 m Länge und 11 m Breite, die zur Austalt gehören und von ihr un- eingeschränkt benutzt werden. Leider sind Gymnasium und Tarnplatz durch die nicht gepflasterte Straße getrennt, auf der durch den außerordentlich starken Verkehr von Wagen aller Art, besonders der unzähligen Autos, eine starke Staubentwicklung verursacht wird, durch deren Beseitigung— alle übrigen Straßen sind mit gutem Pflaster versehen— sich die Stadt Hadamar ein großes Verdienst um die hygieni- schen Verhältnisse der auch für die gesamte Bürgerschaft so wichtigen höheren Schule erwerben könnte.
VII. Chronik der Anstalt.
Am 30. 4. 24 wurde das Schuljahr mit 267 Schülern eröffnet. Das Gymnasium erreichte damit die höchste Besuchsziffer seit seiner Gründung durch den Fürsten Johann Ludwig am 3. 10. 1652.—.
5. 8. 24. In seinem Heimaterte Hattersheim a. M. starb nach langem Leiden der Schüler unseres Gymnasiums Hans Sponsel im Alter von 18 Jahren. Er zählte nach seiner tadellosen Führung und seinen guten Leistungen zu unseren besten Schülern, ein Vorbild für alle. In liebevollem Andenken wird er bei Lehrern und Mitschülern
fortleben.
27. 8. 24: Die Feier des in die Sommerferien gefallenen Verfassungstages(11. 8.) fand unter Ausfall des gesamten Unterrichts in der Aula statt. Einleitend spielten Mitglieder des Gymnasialmusikvereins einen Marsch(Klavier zu 4 Händen, Cello und 4 Geigen). Darauf legte Prof. Dr. Otto die geschichtliche Bedeutung des Tages ein- gehend dar, indem er im 1. Teile seiner Rede den Gang der Ereignisse von dem Zu- sammenbruch Herbst 1918 bis zum 11. 8. 19 und im 2. Teile die neue Verfassung beleuchtete in einem lichtvollen Vergleich mit den Verfassungen von 1849 und 1871, wobei gegenüber der Verfassung Bismarcks der mehr demokratische und unitarische


