Jahrgang 
1924
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f)

Die Reife für Obersekunda erlangten 26 Schüler.

Befreiung vom künstlerischen und technischen Unterricht hat nicht stattgefunden.

g) Teilnahme am freiwilligen Unterricht.

n)

1)

Hebräisch in Oll Ol: 13, Französisch 7 Schüler.

An einem Anfängerkursus in Kurzschrift(Stolze-Schrey) unter Leitung des Oberse- kundaners Josef Ewald nahmen 17 Schüler aus UIIl1 Oll, an einem zweiten 8 Schüler aus Olll teil. Im neuen Schuljahre finden Kurse in Einheitskurzschrift statt. Vertiefungstunde: 1) Religionsphilosophischer Kursus: Aus O1: 20, aus UI: 15, aus 011: 18, zusammen 53 Schüler. 2) Deutscher Kursus für OI: 6 Schäler. 3) Deutscher Kursus für Ul und OII: 14 Schüler. 4) Mathematischer Kursus(im Sommerhalbjahr Vermessungsübungen im Freien, im Winterhalbjahr Herstellung und Instandsetzung physikalischer Apparate): Aus Ol: 8, aus UI: 18, aus OII: 5, zu- sammen 31 Schüler. 5) Geschichtlicher Kursus: Aus Ul: 15, aus OII: 18, zusam- men 33 Schüler.

Schülerselbstverwaltung, Schulsport, Gesundheitszustand. Die Schülerselbstverwaltung vollzog sich ohne Schwierigkeiten in den durch den Min.- Erlaß vom 21. 4. 1920 Ull 952 UIll gezogenen Grenzen. EineSchulgemeinde wurde von den Schülern nicht gewünscht und gewählt; wohl aber fanden dieKlas- sengemeinden zur Aussprache über Angelegenheiten der Klassengemeinschaft oder andere von den Schülern vorgeschlagene Fragen statt. Es darf gesagt werden, daß durch eine in bestimmten Grenzen gehaltene Schüler- selbstverwaltung, die in dem von den Schülern dankbar empfundenen Vertrauen ihrer Lehrer die selbstverständliche Voraussetzung hat, das für den späteren Staats- bürger unerläßliche Gefühl und Verständnis der Verantwortung des Einzelnen fürs Ganze sehr wohl geweckt und gefördert werden kann. Bringt man der Jugend Ver- trauen entgegen, dann sucht sie es im allgemeinen in lobenswertem Ehrgefühl zu rechtfertigen, und anders geartete Elemente werden von den verständigen Mitschü- lern in den rechten Schranken gehalten. Selbstverständlich muß das Lehrerkollegium stets mit offenem Auge in ganz diskreter Kontrolle hinter seinen Schülern stehen. An Schülervereinen bestehen ein Gymnasialturnverein und ein Gymnasialmusikver- ein(siehe 2, f), ferner eine Neudentschlandgruppe(vgl. Cmonik der Anstalt) sowie eine Quickborngruppe. Von allen darf gesagt werden, daß sie reibungslos und mit gutem Erfolg ihren schönen Zielen gedient haben. Ein aufgabenfreier Nachmittag lag in allen Wochen, in denen nicht aus anderen Gründen an einem Tage der Un- terricht ausfiel.Tageswanderungen fanden in den von den PFerien nicht betroffenen Monaten statt. Was den Schulsport betrifft, so beteiligte sich unser Gymnasium abgesehen von den anderen sportlichen Veranstaltungen an den Mannschaftskämp- fen und Spielen, die von den höheren Schulen der Städte Montabaur, Diez, Limburg, Weilburg und Dillenburg am 13. 9. 24 in Weilburg veranstaltet wurden. Unsere Schüler erlangten eine Reihe schöner Preise und errangen vor allem den Sieg im 400 m- Wettlauf um den Wanderpreis(Eichenschild mit Limburger Dom),

der damit zum drittenmale unserer Schule zufiel. Der Gesundheitszustand der Schüler war im allgemeinen gut. Schulgeld.

Das Schulgeld betrug gemäß ministerieller Anordnung für jeden Schüler 6 M im April 24, 10 M ab 1. 5. 24 monatlich. Von der Soll-Einnahme an Schulgeld wurde der ministeriell festgesetzte Prozentsatz zwecks Befreiung würdiger Schüler verrech- net, sodaß 37 ganze und halbe Freistellen gewährt und die meisten der vorliegenden Gesuche bei vorhandener Würdigkeit und Bedürftigkeit berücksichtigt werden konn- ten.Erziehungsbeihilfen wurden 12 gewährt, außerdem 6 vom Kreise Limburg, für