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Charakter unserer heutigen Verfassung gebührend herausgestellt wurde. Zum Schluß wurde das Lied gesungen:„JIch hab' mich ergeben“.—.
8. 9. 24B. Nach kurzer Krankheit starb in seinem Heimatorte Offheim unser Quartaner Aloys Geis, ein braver und pflichttreuer Schüler, dem das Gymnasium ein liebevolles Andenken bewahren Wird. An seiner Beerdigung nahmen seine Klassen- kameraden mit ihrem Herrn Ordinarius teil.
12. 9. 24: Der Dezernent des Staatl. Provinzialschulkollegiums in Cassel, Herr Gelieimer Regierungs- und Oberschulrat Dr. Gerstenberg, wohnte dem Unterricht in verschiedenen Klassen bei. Darnach fand unter seinem Vorsitz die mündliche Reifeprüfung des Herbsttermines statt.—
21. 9. 24!. Unter Leitung unseres Gesanglehrers Oberschullehrer Herz fand in der Aula ein Gesang- und Instrumentalkonzert unserer Schüler statt, das sich des unge- teilten Beifalls einer zahlreichen Zuhörerschaft aus Stadt und Umgebung erfreute.
1. 10. 24: Nach monatelanger, fast ununterbrochener Regenzeit wurde bei schönem Herbstwetter der übliche„Sommerausflug“ aller Klassen nach den verschiedensten Punk- ten des Taunus, des Westerwaldes und des Rheines unternommen.
23. 10. 24: Der Hochwürdigste Herr Bischof von Limburg Dr. Kilian unterzog den kath. Religionsunterricht in allen Klassen einer Revision und richtete dann in der Aula an die versammelten kath. Schüler eine Ansprache, in der er zu regem Eifer auf dem Gebiete sittlichen Fortschritts und wissenschaftlicher Arbeit eindringlich mahnte und im besonderen die Verehrung der„Virgo immaculata“ als Jdeal für den stu- dierenden kath. Jüngling empfahl.
4.— 6. X. 24: Der Gau„Nassau“ von„Neudeutschland feierte seinen Gautag, zu dem Gruppen aus Geisenheim, Wiesbaden, Höchst, Limburg und Monta- baur erschienen waren. Im Mittelpunkt der erhebenden Veranstaltungen standen die Beratungen in unserer Aula, die sich an einen Vortrag des Herrn Rektors Weckbecker über das Thema„Der Neudeutsche und das Elternhaus“ anschlossen und u. a. zu einer gründlichen Aussprache über das Verhältnis des Neudeutschen zu Lehrer und Schule führten. Am Abend fanden sich alle Neudeutschen im Saalbau Duchscherer zu einem „Deutschen Abend“ ein, an dem ein Tellspiel(von Weinrich) gegeben und von Herrn P. Habrich-Cöln eine Rede über„Katholische Jugend und Vaterland“ gehalten wurde.
21. 1. 25: Studienrat Dr. Spohr aus Bremen hielt in der Aula einen Vortrag über das Deutschtum im Ausland zwecks Gründung einer Schulgruppe des„Vereins für das Deutschtum im Ausland“. Der neugegründeten Gruppe traten fast sämtliche Schüler bei.
8. 2. 25: Ein zweites Schülerkonzert in der Aula mit einem erlesenen Programm, das zur allgemeinen Befriedigung zu Gehör gebracht wurde.
19. 2. 25: Unter dem Vorsitz des Herrn Geheimen Regierungs- und Oberschulrats Dr. Gerstenberg wurde in die mündliche Reifeprüfung des Ostertermins eingetreten, die unter dem Vorsitz des Direktors zu Ende geführt wurde.
23. 2. 25: Feierliche Entlassung der Abiturienten mit Ansprache des Direktors.
4. 3. 25: Eine Trauerfeier für den verstorbenen Reichspräsidenten Friedrich Ebert fand in der Aula statt: 1) Der Gesanglehrer der Anstalt Oberschullehrer Herz sbielte einen Trauermarsch von Chopin, 2) Studienrat Leber hielt die Trauerrede, 3) Lehrer und Schüler sangen gemeinsam das Lied„Jch hab' mich ergeben“. Ad 2: Der Redner wurdigt im Anschluß an die eindrucksvollen Kundgebungen der Reichsregierung und des Preußischen Staatsministeriums sowie führender Blätter aller Parteien im In- und


