Jahrgang 
1907
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Grades mit einer Unbekannten, sowie Gleichungen höheren Grades; die sich auf solche II. Grades zurück- führen lassen; Gleichungen II. Grades mit mehreren Unbekannten: Gleichungen III. Grades mit einer Un- bekannten mit Hilfe der Cardanischen Formel.

Aus der Planimetrie Schnittverhältnisse und harmo- nische Teilung, Ahnlichkeitspunkte, und Ahnlich- keitsstrahlen nebst einschlägigen Aufgaben. Das Wichtigste aus der Goniometrie. Trigonometrische Berechnung desrechtwinkeligen, gleichschenkligen und ungleichseitigen Dreiecks. Alle 3 4 Wochen eine häusliche oder eine Klassenarbeit. Hesse.

Physik: 2. Std. Wärmelehre nebst Anwendung auf Meteorologie; Magnetismus und Elektrizität, ins- besondere Galvanismus. Gundlach.

Untersekundu.

Klassenlehrer: Professor Stemmler.

Religionslehre: 2 St. a) Kath. Die leichteren Partien aus der Avologetik; Kirchengeschichte des ersten Zeitraumes. Zusammenfassende Wiederholun- gen aus dem erweiterten Katechismus. Bertram.

b) Ev. Im Sommer mit den Oberklassen vereinigt, im Winter allein. 2 Std. Das Reich Gottes im N. Test. Lesen und Erklären des Matheusevangeliums mit besonderer Berücksichtigung der Bergpredigt und der Gleichnisse des Herrn. Reformationsgeschichte im Anschluß an ein Lebensbild Luthers. Wieder- holungen aus dem Katechismus. Wiederholung und Neueinprägung von Psalmen uud Kirchenliedern.

Schneider.

Deutsch: 3 St. Praktische Anleitung zur Anferti- gung von Aufsätzen durch Ubung im Auffinden und Ordnen des Stoffes. Lektüre: Schillers Lied von der Glocke; die Dichtung der Befreiungskriege; Schillers Wilhelm Tell und Jungfrau von Orleans; außerdem Lesen und Besprechung von Prosastücken und Ge- dichten des Lesebuches. Übungen in frei gesprochenen Berichten über Gelesenes und Durchgearbeitetes. Auswendig wurde gelernt das Lied von der Glocke, einige Gedichte des Lesebuches und Stellen aus Schil- lers Tell und Jungfrau von Orleans. Früher gelern- te Gedichte wurden wiederholt. Stemmler.

Aufsätze: 1. Adalbert von Falkenstein in Uhlands Ernst, Herzog von Schwaben. 2.(Kl.) Wie beweisen Phintias und Damon ihre Freundestreue? 3. Welche Opfer bringt Ernst von Schwaben für seine Freund- schaft mit Werner von Kihnrg? 4.(Kl.) Der Uber- mut der Niobe und ihre Bestrafung. 5. Der Sänger steht in heiliger Hut. 6.(Kl.) Morgenstunde hat Gold im Munde. 7. Die Bedrückung der Waldstätten nach dem 1. Aufzuge von Schillers Wilhelm Tell. 8.(Kl.) Gertrud und Hedwig in Schillers Wilhelm Tell. 9.(Kl.) Welchen Nutzen gewähren die Wälder?

Bosing.

Lateinisch: 7 St. a) Lektüre: 4 St. Cicero in Catil. I u. II; Livius Buch 1 u. 2 mit Auswahl: Ovid. Ausw. aus den Metam., Fastiund Tristia: Vergil Aeneis I. b) Grammatik: 3 St. Wiederholung und Ergänzung der Kasus-, Tempus- und Moduslehre(Gramm.§ 141 224, 225 236. 240 316). Mündliche und schrift- liche Ubersetzungen aus dem UÜbungsbuche. Wöchent-

lich eine schriftliche Ubersetzung in das Lateinische, abwechselnd als Klassen- oder Hausarbeit. In jedem Vierteljahre dafür eine schriftliche Ubersetzung in das Deutsche als Klassenarbeit. Stemmler. Griechisch: 6 St. Grammatik.(2 St.) Syntax des Nomens. Hauptregeln der Tempus- und Moduslehre. Wiederholung der Formenlehre Kurze schriftliche Uber- setzungen in das Griechische, meist Klassenarbeiten, wöchentlich. Dafür in jedem Vierteljahr eine Uber- setzung aus dem Griechischen als Klassenarbeit. Lektüre(4 Std.): Xenophons Anabasis B. III VI und Hellenicea Buch I mit Auswahl. Homers Odyss. I. V. IX. X u. XII mit Auswahl. Odyss. I v. 1 81. IX v. 34 103 und anders geeignete Stellen wurden auswendig gelernt. Ubung im Ubersetzen ohne Vor- bereitung. Schmitthenner. Französisch: 3 St. Grammatik: Plötz-Kares, L. 26 54 und 65 68. Lektüre: Bruno, Les enfants de Marcel. Sprechübungen zumeist im Anschluß an Ge-

lesenes. Alle drei Vochen eine schriſftliche Arbeit. Weißenstein. Geschichte: 2 Std. Deutsche und preußische Ge-

schichte und die wichtigsten Ereignisse der allge- meinen Geschichte vom Regierungsantritt Friedrichs des Großen bis zur Gegenwart; im Zusammenhang da- mit Belehrung über die Entwickelung gesellschaft- licher Verhältnisse bis zum Ende des 19. Jahrhdts. Wiederholung der früheren Lehraufgaben und Ein- prägung der im Kanon vorgeschriebenen Jahreszahlen. Borzucki.

Erdkunde: 1 Std. Wiederholung und Ergänzung der Länderkunde Europas mit Ausnahme des deut- schen Reiches. Elementare mathematische Erdkunde.

Borzucki.

Mathematik: 4 St. Lehre von den Potenzen, Wurzeln und Logarithmen; Gleichungen I. Grades mit mehreren Unbekannten und Gleichungen II. Grades mit einer Unbekannten. Ahnlichkeitslehre, Proportionen am Kreise, goldener Schnitt und Kreisberechnung. Ein- schlägige Konstruktionsaufgaben. Alle 3 4 Wo- chen eine häusliche oder eine Klassenarbeit. Hesse. pPhysik: 2 St. Anfangsgründe der Chemie nebst Be- sprechung einiger wichtiger Mineralien. Einfachste Erscheinungen aus der Lehre von dem Magnetismus und der Elektriztät. Gundlach.

obertertia.

Klassenlehrer: Oberlehrer Gundlach.

Religionslehre: 2 Std. a) Kath. Erweiterter Kate- chismus: III. Hauptstück. Charakterbilder aus der Kirchengeschichte. Hymnen und Kirchenlieder.

Bertram.

b) Evangelische Schüler waren nicht vorhanden.

Deutsch: 2 Std. Grammatik: Das Wichtigste aus der Wortbildungslehre. Alle 4 Wochen ein Auf- satz(Erzählungen, leichtere Beschreibungen, Schil- derungen und Auszüge oder Übersichten des Ge- dankengangs prosaischer Lesestücke). Lesen von Ge- dichten und Prosastücken aus dem Lesebuche. beson- ders Balladen von Schiller und Uhland; Uhlands Ernst, Herzog von Schwaben. Belehrungen über die