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persönlichen Verhältnisse der Dichter und über die poetischen Formen und Gattungen. Auswendiglernen und Vortragen von Gedichten(TIopf und Paulsiek für OIII No. 42, 43, 44, 47, 58, 64). Früher gelernte Gedichte wurden wiederholt. Stemmler. Lateinisch: 8 Std. Lektüre 4 St.: Caesar de bello Gallico Buch V, VI, VII mit Auswahl. Ubungen im unvorbereiteten Ubersetzen. Einprägung der wichtig- sten Phrasen. Auswahl aus Ovids Metamorphosen.— Grammatik 4 St.: Wiederholung und Ergänzung der Tempus- und Moduslehre nach Ostermann-Müller § 133— 256. UÜbersetzen aus Ostermann, Ubungs- buch IV, 1. Wöchentliche Ubersetzungen in das La- teinische, abwechselnd Klassen- oder Hausarbeiten. In jedem Vierteljahr eine schriftliche Ubersetzung aus Caesar als Klassenarbeit. Borzucki. Griechisch: 6 Std. Die Verba in nlüund die wich- tigsten unregelmäßigen Verba des attischen Dialekts. Einprägung der Präpositionen, Wiederholung und Ergänzung der Lehraufgabe der UIII. Ausgewählte Hauptregeln der Syntax im Anschluß an Gelesenes. Mündliches Ubersetzen und jede Woche eine kurze schriftliche Ubersetzung in das Griechische. Lektion von Xenophons Anabasis Buch Jund II mit Auswahl. Stemmler. Französisch: 2 Std. Ploetz-Kares 2. Teil L. 1— 25. Wiederholung bezw. Einübung der regelmäßigen und unregelmäüßigen Konjugation. Sprechübungen im An- schluß an Gelesenes. Alle 3 Wochen eine schriftliche
Arbeit. Weißenstein. Geschichte: 2 Std. Deutsche Geschichte vom Aus- gang des Mittelalters bis zum Regierungsantritte
Friedrichs des Großen, besonders brandenburgisch- preußische Geschichte. Einprägung der Jahreszahlen nach dem Kenon. Stemmler. Erdkunde: 1 Std. Landeskunde des deutschen Rei- ches. Cundlach. Mathematik: 3 Std. a) Arithmetik: Wiederholung der Bruchrechnung in Anwendung auf Buchstaben-
ausdrücke. Ergänzung des in UIII Gelernten. Ein- ſachste Sätze aus der Proportionslehre. Gleichungen
ersten Grades mit einer und mehreren Unbekannten. Potenzen, p) Geometrie: Wiederholuug und Fortsetzung der Kreislehre. Sätze über die Flächengleichheit der Fi- guren. Berechnung der l'läche geradliniger Figuren. Konstruktionsaufgaben. Gundlach. Naturkunde: 2 Std. Lehre vom Bau des menschli- chen Körpers. Unterweisungen über die Gesundheits- pflege. Vorbereitender physikalischer Lehrgang: Einfachste Erscheinungen aus der Mechanik fester, flüssiger und gasförmiger Körper, sowie aus der Wärmelehre in experimenteller Behandlung. Gundlach.
Zelchnen: 2 St. Die Klasse war wegen der Schüler- zahl getrennt in 2 Abteilungen. Zeichnen einfacher Natur- und Kunstformen(Geräte, Gefäße, plastische Ornamente, Architekturteile u. a.) mit Wiedergabe von Licht und Schatten. Freie perspektivische UÜbun- gen im Darstellen von Teilen des Zeichensaales, des Schulgebäudes, der Elbbrücke. Malen mit Wasserfarbe nach Geräten, Gefäßen, Blumen Zweigen, Früchten, Vögeln, Fischen, Säugetieren. Ubungen im Skizzieren, im Zeichnen aus dem Gedächtnis und freie Pinsel- übungen. Krekel.
mit positiven ganzzahligen Exponenten.
Untertertia.
Klassenlehrer: Oberlehrer Dr. Sschmitthenner.
Religionslehre: 2 St. a) Kath. Katechismus, I. Hlauptstück vom Glauben. Biblische Geschichte des Alten Testa- ments mit besonderer Hervorhebung des vorbildlichen und Prophetischen Charakters. Einige Kirchen- lieder und Hymnen. Hilfrich.
b) Ev Das Reich Gottes im A. Test. Lesen und Erklärung von entsprechenden bibl. Abschnitten. Kir- chenjahr und gottesdienstliche Ordnungen. Erklärung und Erlernung des 4. und 5. Hauptstückes des Kate- chismus; Wiederholung des 1.— 3. Hauptstückes. Wiederholung und Neueinprägung von leichteren Psalmen und Kirchenliedern. Schneider.
Ddeutsch: 2 St. Grammatik: Unregelmäßigkeiten und Schwankungen des Sprachgebrauchs, namentlich der Formenlehre; Wiederholungen aus der Satzlehre. Lektüre: Besprechung von Gedichten und Prosa- stücken des Lesebuchs. Dabei Belehrungen über die persönlichen Verhältnisse der Dichter sowie über die poetischen Formen und Gattungen. Ubungen im freien Erzählen, Auswendiglernen und Vortragen von Gedichten(nach dem Kanon). Alle 4 Wochen ein Aufsatz. Bosing.
Lateinisch: 8 St. Grammatik 4 St.: Wiederholung und Erganzung der Kasuslehre. Hauptregeln der Tempus- und Moduslehre. UÜbersetzen aus Ostermann IV, 1. Wöchentl. eine schriftl. Arbeit, abwechselnd Klasseaarbeit und häusl. Arbeiten. Lektüre(4 St.:) Cäsars Bellum Gallicum I— IV mit Auswahl.
Schmitthenner.
Griechisch: 6 St.: Die regelmäßige Formenlehre bis zum verbum liquidum einschließlich. Uberset- zungen aus dem Ubungsbuche. Einprägung von YVo- kabeln. Einprägung einzelner syntakct. Regeln. Alle 8 Tage eine schriftliche Ubersetzung in das Grie- chische(teils häusliche teils Klassenarbeiten). Otto.
Französisch: 2 St. Ploetz-Kares, Elementarbuch L. 32 — 55. Wiederholung aus dem grammatischen Pensum der Quarta. Conjugation der ir- und re-Verben, die verschiedenen Arten der Pronomina. Sprechübungen- u. französisches Nacherzählen von Gelesenem. Alle drei Wochen eine schriftliche Arbeit. Weißenstein.
Geschichte: 2 St. Römische Kaisergeschichte vom Tode des Augustus an. Deutsche Geschichte bis zum Ende des Mittelalters. Einprägen der Jahreszahlen nach dem Kanon. Otto.
Erdkunde: 1 St. Lünderkundeider außercuropäischen Erdteile. Die deutschen Kolonien. Vergleichung mit den Kolonialgebieten anderer Staaten. Kartenskizzen.
1 Gundlach.
Mathematik: 3 St. a) Arithmetik: Die Grundrech- nungen mit absoluten Zahlen und Einführung der positiven und negativen Zahlengrößen unter Be- schränkung auf das Notwendigste. Leichtere Glei- chungen ersten Grades mit einer Unbekannten. Häus- liche und Klassenarbeiten. b) Planimetrie: Erwei- terung der Dreieckslehre. Lehre von den Parallelo- grammen, den Sehnen und Winkeln am Kreise. Kon- struktionsaufgaben. Gundlach.
Naturkunde: 2 St. Im Sommer: Beschreibung und Vergleichung einiger Nadelhölzer und Sporenpflanzen, Besprechung der wichtigeren ausländischen Nutzpflan- zen. UÜbersicht über das gesamte natürliche System.


