Jahrgang 
1907
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5.) Barbarossas Kampf mit den Lombarden.(Kl.)

6.) Don Manuel, Fürst von Messina. 7.) Wallenstein

und Macbeth. Ein Vergleich. 8.) Klassenaufsatz. Schmitthenner.

Lateinisch: 7 Std. davon 5 Std. Grammatik u. Prosa- lektüre: 2 St. Tacitus Germania bis Kap. 27, Cicero in Verrem IV, Tacitus Annalen I, 31 ff. Die Feldzüge des Germanicus. Livius XXII u. XXIII extemporiert. (1 St.) Grammatische Wiederholungen. Belehrung über stilistische Eigentümlichkeiten. UÜbersetzung aus Ostermann-Müller V. Phrasen und synonyme Unter- scheidungen. Alle 8 Tage eine schriſftliche Uberset- zung ins Lateinische als Klassen- oder Hausarbeit, In jedem Vierteljahr eine UÜbersetzung in das Deut- sche als Klassenarbeit.(2 St.) Borzucki.

2 Std. Horaz(Ausg. Fritsch). Oden IlI 1 6. 8- 9. 13. 14. 16. 17. 18. 21. 23. 24. 29. 30. IV 2. 3. 4. 5. 6. 7. 9. 11. 12. 14. 15. Carmen saeculare. Epo- den 1. 2. 7. 9. 16. Satiren I 1. 6. 9. II 6. Me- trik. Auswendig gelernt wurden III 1. 13. 30. IV. 3. Epode 7. Widmann.

Griechisch: 6 Std. Homer Jlias I XII(Ausgang v. Bach). Sophokles Ajas. Plato Apologie Wiederho- lungen aus der Grammatik. Mündliche und schrift- liche UÜbersetenngsübungen. Jede Woche eine schrift- liche Arbeit, Ubersetzungen aus dem Griech. und ins Griech.) Borzucki.

Französisch: 3 Std. L'avare: Molière; Le Petit Chose: Daudet. Wiederholung wichtigerer grammatischer Kapitel besonders der Pronominalsyntax. Sprechübun- gen im Anschluß an Gelesenes und über Vorkomm- nisse des täglichen Lebens. Alle 3 Wochen eine schriftliche Arbeit. Weißenstein.

Hebräisch: 2 Std. mit Ol.

Englisch: 2 Std. mit Ol.

Geschichte a. Erdkunde: 3. Std. Uberblick über die Geschichte der römischen Kaiserzeit. Deutsche Ge- schichte bis z. J. 1548 unter Berücksichtigung der anderen europäischen Nationen. Einprägung der Jah- reszahlen nach dem Kanon. Wiederholungen aus der

alten Geschichte und aus der Erdkunde Europas. Otto.

Mathematik: 4 St. Arithinetische Reihen l. Ord-

nung und ſigurierte Zahlen, Geometrische Reihen,

Zinseszins- und Reutenrechnung. Gleichungen IIIten, IVten und Vten Grades, mit mehreren Unbekannten, die sich auf solche IIten Grades zurückführen lassen. Permutationen, Kombinationen und die Ele- mente der Wahrscheinlichkeitsrechnung. Plani- metrische Konstruktionsaufgaben, namentlich und s Aufgaben. Fortsetzung der Trigonometrie mit zahl- reichen Ubungen. Aus der Stereometrie die Be- rechnung einfacl er Körper. Alle 3 4 Wochen eine häusliche oder eine Klassenarbeit Hesse.

hysik: 2 St. Mechanik. Wellenlehre und Akus-

tik Hesse.

Obersekunda.

Klassenlehrer: Professor Gießelmann. Religionslehre: 2 St. a) kath.: Vereinigt mit UI. b) ev. mit 01 vereinigt.

Deutsch: 3 St. Das Nibelungenlied in Ubersetzung mit mhd. Proben. Jnhalt der Kudrun. Eine Auswahl aus den Dichtungen Walters von der Vogelweide im Ur- text. Ausblicke auf die großen germanischen Sagen-

kreise, mit Einschluß des nordischen, und auf die höfische Epik u. Lyrik. Ubersicht über einige Haupt- erscheinungen der geschichtlichen Entwickelung der deutschen Sprache. Lektüre von Goethes Hermann u. Dorothen, sowie Götz von Berlichingen; privatim Maria Stuart. Besprechung von Prosastücken aus Bieses Leschuch; Vertiefung des Klassenpensums durch Schülervorträge. Memorieren von Gedichten u. Dichterstellen. Wiederholung in UII gelernter Ge- dichte u. Dichterstellen. Sprachliches bei Rück- gabe der Aufsätze.

Auſsätze: 1) Unvergleichliche Kraft die Hauptei- genschaft des Helden Siegfried im Nibelungenliede. Kl. 2) Die Liebe als die treibende Kraft der Hand- lung im 1. Teile des Nibelungenliedes. 3. Vergleich zwischen Schillers BalladeKassandra und dem Mo- nolog Johannes im 4. Aufzuge der Jungfrau von Or- leans. 4) Gold liegt tief im Berge. 5) Wie kommt in den Gedichten Walters v. d. Vogelweide die Va- terlandsliebe zum Ausdruck? 6) Der Löwenwirt in GoethesHermann u. Dorothea.(Eine Charakteristik,) Kl. 7) JInwiefern erhält das DichterwortEin neu Weltalter schien heraufzuziehen seine Bestätigung durch das Zeitgemälde, das Goethe im Götz eutwirft? Kl. 8. Die Dienstfertigkeit Dorotheens, der Grundzug ihres Charakters. Bosing.

Lateinisch: 7. St. a) Lektüre(5 St.) Cicero de imp. Cn. Pompei. Cicero pro rege Deiotaro. Livius(Ausg. Egen) XXI u. XXII Anfang; Vergil Aen.(Ausg. Werra), III VI. b) Grammatik(2 St.): Wiederholungen unter Berücksichtigung der schwieri- geren Syntaxregeln, Belehrung über stilist'sche Ei- gentümlichkeiten. UÜbersetzen aus Ostermann-Müller IV nu. V. Phrasen und synonymische Unte scheidungen. Wöchentlich eine schriftliche Ubersetzung ins Latei- nische, als Klassen-oder häusliche Arbeit. In jedem Vierteljahr eine Ubersetzung in das Deutsche als Klas- senarbeit. Gießelmann.

Griechisch: 6 St. a) Lektüre(5 St.) Homers Odyssee (Ausgabe Bach), XIII XXIII(Ausw.) Passende Stellen wurden memoriert, früher memorierte wie- derholt. Herodot(Ausg. Werra-Franke), VVIII(Aus- wahl). Xeuophon Hell.(Ausg. Rossberg), II IV

(Auswahl). b) Grammatik(1 St.). Anschluß der Tem-

pus-und Moduslehre. Lehre vom Infinitiv u. Partizip, sowie von den Negationen. Schriftliche UÜbersetzungen abw. aus dem Griechischen und ins Griechische, alle 14 Tage in der Klasse; daneben Ubersetzungen in das Griechische als häusliche Arbeiten. Gießelmann. Französisch: 3 St. Lektüre: Daudet, Lettres de mon moulin; Auswahl von Gedichten aus der Sammlung von Gropp& Hausknecht. Mündliche u: schriftliche Ubungen nach Vorschrift. Bertram, Hebräisch: 2 St. Das Wichtigste aus der Formen- lehre; Starkes und schwaches Verb; Ubungen im Le- sen und Übersetzen. Teilnahme im S. u. im W. 10. Bertram. Englisch: 2 St. Formenlehre nach Deutschbeins kurz- gefaßter Grammatik, Ubersetzungsübungen ins Eng- lische. Lesen von Gedichten und Prosastücken. Zahl der Teilnehmer S. 7. W. 6. Weißenstein.

Geschichte u. Erdkunde: 3 St. Griechische Geschich- te. Römische Geschichte bis zum Tode des Augustus. Wiederholungen aus der dcutschen Geschichte nach einem Kanon der Jahreszahlen, Wiederholungen aus der Erdkunde. Gießelmann.

Mathematik:-4 St. Potenzen, Wurzeln, Logarithmen und imaginären Zahlen. Schwierige Gleichungen II.