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metische und geom. Reihen I. Ordnung. b) Abschluss der Ahnlichkeitslehre. Harmonische Teilung; Sehnitt- verhältnisse; Ahnlichkeitspunkte und Ahnlichkeits- strahlen. Konstruktionsaufgaben. Alle 3 Wochen abwechselnd eine Haus- u. eine Klassenarbeit. Hesse.
Naturwissenschaften: 2 Stdn. Wärmelehre, Magne- tismus und Elektrizität. Wiederholung der chemi- schen und mineralogischen Grundbegriffe.
Hesse. Unter-Sekunda. Ordinarius: i. S. Professor Hesse, i. W. Oberlehrer Borzucki.
Religionslehre: a) kath.: 2 Stdn. Das Wichtigste aus der Apologetik. Eingehende Wiederholungen aus dem erweiterten Katechismus. Bilder ans der Kir- chengeschichte des I. u. II. Zeitraumes.
Dr. Bertram.
b) evang:; 2 Stdn. Das Reich Gottes im N. Testa- mente. Lesen und Erklären entsprechender biblischer Abschnitte. Eingehend sind dabei die Bergpredigt, die zum grössten Teil memoriert ist, und die Gleich- nisse behandelt worden. Reformationsgeschichte im Anschluss an ein Lebensbild Luthers. Wiederholung des Katechismus, sowie der in den vorangegangenen Klassen gelernten Sprüche, Lieder und Psalmen.
Giesselmann. Minna von Barnhelm. Jungfrau von Orleans.
Deutsch: 3 Stdn. Gelesen: Dichter der Freiheitskriege. Ernst von Schwaben. Vorträge der Schüler im An- schluss an die Klassenlektüre; auch Berichte über Gelesenes. Auswendig gelernt wurden die beiden Monologe der Jungfrau; sowie einige vaterländ. Ge- dichte. Früher gelernte Gedichte wurden wiederholt, darunter Schillers Glocke. Anleitung zur Anfertigung von Aufsätzen durch Ubungen im Finden und Ord- nen des Stoffes. Alle 4 Wochen ein Aufsatz.
Themata: 1. Phintias im Gefängnis. 2. Inhalt des Auftritts IIe in Minna von Barnhelm. 3. Die Vor-
fabel zu Minna von Barnhelm.(Klassenaufsatz.) 4. Der Tod fürs Vaterland ist ewiger Verehrung wert. 5. Wie schildert Schiller in der Jungfrau von
Orleans(Akt I Scene 1— 7) den König Karl VII. von Frankreich? 6. Weshalb lieben wir Deutsche den Rheinstrom? 7. Die Verbannung der Jungfrau von Orleans.(Nach Schiller, Jungfrau IV, 10— V. 8)
8. Die weltgeschichtliche Bedeutung der Leipziger Schlacht? 9. Vergleichung des Rückertschen Sonetts
auf Körners Tod mit dem Gedichte„Körners Geist“. Im S.: Zengerling. Im W.: Schmitthenner.
Latein: 7 Stdn. a) Lektüre 4 St.: Liv. VII. 29— 40. Ciceros Reden gegen Catil. 1 u. 2. Vergils Aeneis I, II, III Auswahl. Auswendiglernen einzelner Stel- Ien. Unvorbereitetes Ubersetzen, auch aus Qäsar.
b) Grammatik und mündliches u. schriftl. Über- setzen ins Lateinische 3 St. Wiederholung der Ka- sus-, Tempus- u. Moduslehre. Abschluss der Verbal- syntax in ihren Hauptregeln.(Holzweissig§ 225— 46, 234, 235, 253— 65, 267— 69, 271, 272 u. 275, 297— 316. Übersetzungen ins Lateinische, anfangs nach Diktaten, im letzten Quartal ans Holzweissig.
Wöchentlich eine schriftliche Uebersetzung ins La- tein abwechselnd als Klassenarbeit oder als häusliche Arbeit. In jedem Vierteljahr 1 schriftl. Upber- setzung ins Deutsche als Klassenarb. Bosing.
Griechisch: 6 Stdn. a) Lektüre 4 St. Homers Odyssee I, 1— 96, IX, X, XI, letztes mit Aus- wahl. Geeignete Stellen wurden auswendig gelernt. Xenophons Anabasis IIl u. Anfang v. IV, Hell. Iu. Anfang v. II. b) Grammatik 2 St. Die Syntax des Nomens§ 140— 190. Die wichtigsten Regeln der Tempus- und Moduslehre. Wiederholung der For- menlehre. Kurze schriftliche Ubersetzungen in das Griechische alle 8 Tage, vorwiegend Klassenarbeiten.
Borzucki.
Französisch: 3 Stdn. a) Lektüre: Erckmann-Chat- rian, Histoire d'un Consecrit u. einige Gedichte. b) Grammatik: Abschluss der Syntax. Mündliche und schriftliche UÜbersetzungsübungen, zweiwöchentlich eine Haus- oder Klassenarbeit oder Diltat.
c) UÜbungen im Sprechen. Gundlach.
Geschichte: 2 Stdn. Deutsche und preussische Ge- schichte vom Regierungsantritt Friedrichs des Gro- ssen bis zur Gegenwart. Zengerling.
Erdkunde: 1 Stde. Wiederholung der Erdkunde Europas mit Ausnahme des deutschen Reiches. Kar- tenskizzen. Zengerling.
Mathematik: 4 Stdn. a) Arithm.: Potenzen, Wur- zeln, Logarithmen; Gleichungen 1. Grades mit meh- reren und Gleich. 2. Gr. mit einer Unbekannten.
b) Planimetrie: Die Ahnlichkeitslehre nebst der Kreisberechnung, Konstruktionsautgaben. Alle
3 Wochen eine Haus- oder Klassenarbeit. Hesse.
Naturwissenschaften: 2 Stdn. Schluss der Wärme- lehre; Chemische und mineralogische Grundbegriffe. Einfachste Erscheinungen aus der Lehre vom Magne- tismus und der Elektrizität in experimenteller Be- handlung.
im W.: Gundlach.
Im 8.: Hesse.
Ober-Tertia.
Ordinarius: im S. Oberlehrer Borzucki, im W.: Oberlehrer Gundlach.
Religionslehre: a) kath.: vereint mit II. b) evang.: desgl.
Deutsch: 2 Stdn. Wiederholungen aus der Gramma- tik. Alle 4 Wochen ein Aufsatz. Lesen von Prosastücken und Gedichten, besonders Balladen von Schiller und Uhland; ausserdem Uhlands Ernst, Herzog von Schwa- ben und Körners Zriny. Belehrungen über die per- sönlichen Verhältnisse der Dichter und über die For- men und Gattungen. Auswendiglernen und Vortra- gen von Gedichten und Stellen aus Diehtungen.
Stemmler.
Latein: 8 Stdn. a) Lektüre 4 St. Cäsars bell. Gall, V, 1— 24., VI, 1— 28., VII, 1— 4, 68— 90. Ovids Metamorphosen I, 1— 163, 313— 415, III, 1— 130.


