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tionsaufgaben. Alle 3 Wochen eine Haus- und eine Klassenarbeit. Hesse. Aufgaben für die schriftl. Reifeprüfung:
. Jemand erhält bei seiner Geburt ein Patenge- schenk von 3000 M, welches zu 4% auf Zinses- ainsen gelegt wird. Als er 20 Jahre alt ist, geht er zur Universität und studiert 4 Jahre. Er ent- nimmt von seinem Kapitale jährlich am Anfange eines jeden Jahres 1200 M. Wieviel bleibt ihm nach vollendeter akademischer Zeit noch übrig?
. Gegeben die auf ein rechtwinkeliges Koordina- tensystem bezogene Gleichung einer Geraden: 3 Xx— y= 12. Man tälle von P(1,4) auf die- se Gerade das Lot und berechne die Koordina- ten seines Fusspunktes und seine Länge.
3. Von einem h= 60 m hohen Turme sieht man eine Wolke unter einem Erhebungswinkel α 25 ⁰, gleichzeitig erblickt man ihr Spiegelbild in einem e= 80 m vom Fusse des Turmes entfernten kleinen Teiche, dessen Oberfläche mit dem Fu- sse des Turmes gleiche Höhe hat. Wie weit ist die Wolke vom Beobachter entfernt hoch steht sie über dem Boden?
. Ein eylindrisches Gefäss mit einem inneren Durch- messer a= 2 em ist bis zur Hôhe a= 1 ecm mit Wasser gefüllt. In dieses wird eine Kugel mit dem Durchmesser h= 1 ½ em geworfen, und man sieht, dass sie ganz untersinkt. Bis zu wel- cher Hôöhe ist nun das Wasser gestiegen?
und wie
Naturwissenschaften: 2 Stdn. Wellenlehre, Akustik,
Optik. Mathematische Geographie. Repetitionen aus allen Gebieten. Hesse. Ober-Sekunda. Ordinarius: Professor Bosing.
Religionslehre: a) kath. 2 Stdn. Glaubenslehre.
Kirchengeschichte des Mittelalters.
Dr. Bertram.
b) evang. vereint mit I.
Deutsch: 3 Stdn, a) Häusl. u. Klassenaufsätze.
b) Lektüre: Nibelungenlied in Ubersetzung, In- halt des Parzival. Lessings Abhandlungen: Wie die Alten den Tod gebildet und über die Fabel. Schil- lers Wallensteins Lager und Goethes Egmont. Priva- tim: Maria Stuart. Gôtz von Berlichingen.
c) Übersicht über einige Haupterscheinungen der geschichtl. Entwickelung der deutschen Sprache. Zu- sammenfassende Rückblicke auf die Arten der deut- schen Dichtung.
d) Ubungen in freigesprochenen Vorträgen.
e) Themata der Aufsätze:
1) Welche Gedanken und Gefühle ruft das Nieder-
walddenkmal in uns wach?
2) Das Leben ist der Güter höchstes nicht.
3) Welche Umstände lassen uns die Ermordung Sieg- frieds als besonders verabscheuungswürdig er- scheinen?(Klassenaufsatz).
4) Die Pläne Lesters in Maria Stuart.
5) Wer ist der Held des Nibelungenlieds-
Deutsche.
6) Die Kunst, o Mensch, hast Du allein.
7) Die Soldateska in Wallensteins Lager.
8) Thema noch unbestimmt.(Klassenaufsatz.) Bosing.
Latein: 7 Stdn. a) 3 Stdn. pros. Lektüre: Sallust, de coniuratione Catil. Im Anschluss daran Cicero in Catilinam III u. IV.— Livius XXI.— Cicero pro Archia poeta.
b) 2 Stdn. poetische Lektüre: Bch. III— VI(Auswahl).
c) 2 Stdn. Grammatik: Grammatische Wiederho- lungen von wichtigen Syntaxregeln(nach der Gramm von Holzweissig), bes.§ 184— 194; 195— 209; 210 — 224; 234— 239;, 240— 252, 259— 262; 267— 274; 282a— 286; 293; 295; 307— 314. Belehrung über stilistische Eigentümlichkeiten(Zusammenfassung nach dem Anhang der Grammatik§ 317— 420). Phra- sen u. synonymische Unterscheidungen.— Mündliche und schriftliche UÜbersetzungsübungen aus dem U- bungsbuch v. Holzweissig(Kursus der UII).— Alle 14 Tage eine häusliche oder eine Klassenarbeit. In jedem Vierteljahre eine schriftliche Ubersetzung in das Deutsche als Klassenarbeit.
Giesselmann.
Griechisch: 6 Stdn. a) Lektüre 5 St. Hom. Od. IX, X—– 132, XIII, XIV— 291, XXII u. XXIII An- fang. Herodot Buch I Auswahl. Xenoph. Memorab. Buch III u. IV Auswahl. Ubungen im unvorberei- teten UÜbersetzen. b) Ubersetzungen aus d. Grie- chischen abwechselnd mit Ubersetzungen in das Griech. alle 14 Tage in d. Klasse. c) Grammatik 1 St. Syn- tax der Tempora u. Modi, Lehre v. Jnfinitiv u. Par- tizip.(Curtins-Hartel§§ 190— 201. 211— 215, 220 — 30.) Wiederholungen aus der Forunren- und Kasus-
Vergil Aeneis,
lehre. Bosing. Französisch: 3 Stdn. Gelesen: d' Hérisson, jour-
nal d' un officier d' ordonnance; Daudet, lettres de mon moulin; Scribe, le diplomate und Racine. Athalie, ausserdem einzelne Gedichte aus der Sammlung von Gropp u. Hausknecht.— Alle drei Wochen eine schrift- liche Klassenarbeit: Diktat oder Ubersetzung ins Gelegentliche Wiederholung der wichtig- sten Erscheinungen der Grammatik; Sprechübungen im Anschlusse an die Lektüre. Dr. Bertram.
Englisch: 2 Stdn. S. Deutschbein, Kurzgefasste englische Grammatik und Ubungsbuch l. Abschnitt. Im W. ausgefallen. Pr. Otto.
Hebräisch: 2 Stdn. Das Wichtigste aus der For- menlehre; starkes und schwaches Verb. Ubungen im Lesen und Ubersetzungen nach dem Lehrrbuche.
Dr. Bertram.
Geschichte und Erdkunde: 3 Stdn. Griech. Geschichte bis zum Tode Alexanders des Grossen u. röm. Ge- schichte bis Augustus. Besondere Berücksichtigung der Verfassungs- u. Kulturverhältnisse. Wiederho- lungen der deutschen Geschichte nach einem Kanon der Jahreszahlen. Erdkundl. Wiederholungen mo- natlich 1 St. Bosing. Mathematik: 4 Stdn. a) Arithmet.: Die Lehre von den Potenzen, Wurzeln und Logarithmen. Quadra- tische Gleichungen mit mehreren Unbekannten. Arith-


