Jahrgang 
1888
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3) Das Gewicht einer al gekürzten Pyramide von Eisen (sp. Gew.= 7) betrage 1,652 kg, die Grundflächen reien regelmässige Sechsecke mit Kanten von 5 cm nnd 4 cm. Wie gross ist die Höhe des Körpers umd wie gross eine Seitenkante desselben, deren Neigungswinkel zur Grundfläche 590 23 15 beträgt?

4) Ein Rechteck, in welchem zwei zusammenstossende Seiten ein vorgeschriebenes Verhültnis(3: 5) haben, soll so in ein Dreieck gezeichnet werden, dass zwei Ecken in die Grundlinie, die beiden anderen in die

Seiten des Dreiecks fallen. Physik: Akustik, Optik.

2 St. Schenck.

Ober-Sekunda. Ordinarius: Oberlebrer Prof. Hillebrand.

Religionslehre: a. katholische: Lehre von der Heiligung u. Gnade, von der Kirche und den Sakra- menten; wichtigere Abschnitte aus der Sittenlehre; Wie- derholungen aus der Kirchengeschichte und aus früheren Pensen. Lehrbuch von Dreher. 2 St.

Dr. Bertram.

b. evangelische: Lektüre und Erklärung des Evan- geliums Matthäi; die Geschichte des Reiches Gottes im alten und neuen Bund: Wiederholungen aus der Bibel- kunde; die never« Kirchengeschichte. 2 St.

Dr. Orth.

Deutsch: Einzelnes aus Poetik u. Stilistik, Dispo- sitionsübungen, Aufsitze und kleine Vorträge. Wieder- holung Schiller'scher Giedichte. Lektüre und Erklärung von Klopstocks Messias I-IV, Herders Cid und Schillers Jungfrau von Orleans. 2 St.

Hillebrand.

Themata für die Aufsätze: 1) Worauf beruht die Macht des Beispiels? 2) Welche menschlichen Rräuche und Einrichtungen überträgt Klopstock im 1. Gesang der Messiade nuf den Himmel und die Weltregierung? 3) Welche Bande hielten die Griechen trotz aller staat- lichen Zersplitterung zusammen? 4) Die gewaltige Kraft des Menschen und seine Schwäche. 5) Die rich- tige und die falsche Deutung des SprichwortsEnde gut, Alles gut. 6) Arias Gonsalo im Cid von Herder. 7) Rede Hannibals vor der Schlacht am Ticinus nach Livius. 8)Ohne Freunde ist der Redlichste auf Erden wohl auch der Unnützeste.(Herder, Cid 42). 9) Inwieweit ist der Mensch Herr der Erde? 10) Ver- teidigung des Sokrates nach Xenoph. Memor. I, 1 u. 2.

Latein: a. Verg. Aen. III, IV V. 2 St. Bosing.

Livius XXI, 122; Cic. pro Milone§ 1 60. 3 St.

b. Wiederholungen hauptsächlich aus der Lehre von den Tempora und Modi und die Lehre von der

grammatischen Geltung der Nomina, Pronomina und

Partikeln, nach Meiring. 2 St.

c. Mündliches Übersetzen ins Lat. nach Süpfle II. Wöchentliche Exercitien oder Extomporalien. Unge- fähr monatlich ein Aufsatz. 1 St. Hillebrand.

Themata für die Aufsätze: 1) De itinere Pylio Telemachi(nach Hom. Od. III). 2) De priore Caesaris in Pritanniam traiectu(nach Caes. B. G. IV, 20 36) 3) De Aristogora tyranno Milesio(nach Herod. V, 30 38, 49 51, 97 103, 124 126). 4) De Usipetibus et Tene-

2 77 1.- r 3 teris a Cacsare fere delefis.(Caes. B. G. IV. 11- 15) 5) Senatores ii, qui Saguntinis auxilium mittendum censebant, cur id videantur censuisse(nach Liv. 21,6) 6) Quare Alexander rex Macedonum cognomine Magni dignus fuisse videatur 7)Cur Cicero se Milonem fa- tentem Clodium a se occisum esse adversus et senatus et Pompei de caede iudieium dicat defendere. 5) Q. Fabius Maximus quo iure scutum Romanorum potuerit vocari. 9) Quomodo et utilitate proposita et moribus Cicero probari ostendat Clodium Miloni insidias fecisse, non Milonem Clodio.

Griechisch: a. Hom. Odyss. XVIXXI. 2 St. Bosing. Herod. VII, 140, Xenoph. Memor. I, I 6. 3 St. b. Lehre von den Genera verbi, Tempora und Modi, nach Curtius. Exercitien oder Extemporalien nach Diktaten alle 14 Tage. Mündliches Ubersetzen nach Böhme. 2 St. Hillebrand.

Französisch: a. Wiederholung der Moduslehre, die Syntax der Präpositionen, der Participien, des Artikels, des Adjektivs und des Adverbs; die Pro- nomina; Kasus der Verben; Infinitiv, Konjunktionen. Plötz Schulgrammatik bis Lektion 79. Mündliche Uber- setzungsübungen nach Plötz. Zweiwöchentliche Exer- citien oder Klassenarbeiten. 1 St

b, Lanfrey, Histoire de Napoléon Ier. Im Anschluss an die Lektüre Übung im freien mündlichen Ge- brauch der Sprache. 1 St. Dr. Orth.

Hebräisch: UÜbungen im Lesen und Schreiben; Grundregeln der Formenbildung; Memorieren von Vo- kabeln; münuliche und schriftliche Einübung des starken V. und der verba gutturalia, nach Seffer. 2 St.

Dr. Bertram.

Geschichte und Geographie: Geographie von Alt- Italien und römische Geschichte. Lehrbuch v. Pütz. Repetitionen der wichtigsten Zahlen aus der deutschen Geschichte und Widerholungen aus der neueren Geogra- phie. Hillebrand.

Mathematik: a. Arithmetik: Logarithmen, Glei- chungen zweiten Grades.(Koppe's Arithmetik, Heis

Aufgaben.) 2 St. b. Geometrie: Ebene Trigonometrie, planimetrische Aufgaben. 2 St. Schenck. Physik: Chemie 2 St. Schenck.

Unter-Sekunda.

Ordinarius: Oberlehrer Bosing.

Religionslehre: a. katholische: Kombiniert mit IIi. Dr. Bertram. b. evangelische: Kombiniert mit IIiI. Dr. Orth.

Deutsch: Erklärung und Memorieren von Schiller- schen Gedichten. Lektüre von Goethes Hermann und Dorothea und Lessings Minna von Barnhelm. Dispo- sitionsübungen. Lehre von den Tropen. Aufsätze, 2 St.

Bosing. Themata für die Anfsätze: Auswanderung der Helvetier. . Böse Beispiele verderben gute Sitten.(Chrie.) . Die griechische Halbinsel.(Charakteristik.) . Gedankengang in Schillers GedichtDas eleusische Fest(Klassenarbeit.) 4

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