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Daß die hohe Aufgabe der ſittlichen Erziehung nicht allein in der Lehrer Händen liegt, ſondern daß Eltern und Pfleger gewiſſenhaft mitwirken müſſen⸗ wenn dieſes höchſte Lebensgut der Jugend gewahrt bleiben ſoll im Einzelnen und Ganzen, iſt eine Ueberzeugung, die, ſo klar und mäͤchtig ſie ſich ſelbſt auf⸗ drängt, und ſo nahe ſie das eigne Intereſſe der Letzteren berührt und föͤrdert, doch immer noch nicht ſo zur Anwendung gekommen iſt, wie wir es zum Wohle des Hadamarer Gymnaſiums wünſchen müſſen und hoffen. Moͤchten namentlich die Eltern nie vergeſſen, daß ein ungeeignetes, verderbliches Pflegehaus in Wochen mehr zerſtoͤren, als die Schule bei aller Sorgfalt in Jahren aufbauen kann, und daß hier Vorſicht und Verſtändigung mit wohlmeinenden Lehrern der Anſtalt unabweislich iſt, wenn der dem Elternhauſe ferne Knabe und Jung⸗ ling nicht für immer verloren gehen ſoll. Wie wenig wiegen kleine, niedere Vortheile, die man zu erreichen glaubt, ſolche Opfer auf!
III. Statiſtik. a. Schülerſtand.
Der Sommercurſus wurde eröffnet mit einer geringeren Schülerzahl als bisher, was auf den Zeitverhältniſſen beruht, welche die Eltern wahrlich veran⸗ laſſen konnten, die Erziehungsanſtalten zu reduciren. Es fanden ſich 210 Schü⸗ ler ein, wovon 95 auf die Unterclaſſen, 115 auf die Oberclaſſen kommen. Dazu waren im Laufe des Semeſters hinzugekommen 4(Jung und Weimer VPlll., Lindpaintner V., Cloſtermann IV.); abgegangen waren in gleicher Zeit 8(Diefenbach VIII., Otto, Kaiſer, Lindpaintner V., Neuſſer IWV., Becker, Bender ll., Falkenbach 1), ſo daß am Schluſſe des Som⸗ merſemeſters die Geſammtzahl 206 betrug Von dieſen ſind mit Beginn des Winterſemeſters ausgetreten 10(Krämer VII., Beſt, Kröck, Müller, Schulz, Weiland VI., Hartmann, Schmidt V., Geld, Lieber I. und Lill II.) der häuslichen Verhältniſſe wegen auf einige Zeit beurlaubt wurde und wieder eintrat. Zugegangen waren als neue Schüler für den Win⸗ ter 6(Weikert VIII, Elbert VII., Brühl V., Przihoda, Schmidt II, Winnen II.), ſo daß die Geſammtſumme im Winter 202 war.
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