Jahrgang 
1849
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Die abgegangenen Schüler widmeten ſich größtentheils einem anderen Be⸗ rufe; nur 2, Lindpaintner und Otto, gingen auf preußiſche Gymnaſien, und Falkenbach ſuchte überm Ocean in der neuen Welt ein neues Glück. Von dem Aufgenommenen kamen 3 aus Privatunterricht, und 3 von den Gym⸗ naſien zu Weilburg und Wiesbaden.

Im Laufe des Winterſemeſters trat der Octavaner Weimer wieder aus; aufgenommen wurde der Tertianer Herborn, ſo daß im Ganzen obiger Be⸗ ſtand von 202 Schülern blieb. Dieſe Zahl verminderte aber um Einen der am 4. Nov. 1848 erfolgte Tod des Primaners Eduard Seibel von Lim⸗ burg. Derſelbe litt ſeit längerer Zeit an Zehrung, war krank aus den Ferien zurückgekehrt, und hoffte, ſein letztes Gymnaſial⸗Semeſter mit der ermattenden Kraft noch beſtehen zu können. Doch er erlag dem unheilbaren Uebel, und wurde von Lehrern und Mitſchülern am 7. November zu ſeinem frühen Grabe begleitet. Seibel hatte vortreffliche Anlagen des Geiſtes und Herzens, deren Fortentwickelung dem höheren Leben vorbehalten bleihen ſollte. Die Liebe ſeiner Mitſchüler bekundete ſich im Zuſammenleben wie an ſeinem Grabe, deſſen an⸗ greifenden Moment der Religionslehrer Herr Pfarrer Hartmann in einer würdigen Grabrede auffaßte und im Herzen unſerer Schüler befeſtigte.

Von den 202 Schülern kommen 89 auf die Unterclaſſen, und 113 auf das hohere Gymnaſium. Katholiken ſind 157, Proteſtanten 21, Juden 3. Aus der Stadt Hadamar ſind 57, aus dem Amte Hadamar 35, aus dem ubrigen Herzogthum 104, aus dem Auslande 6.

Die Maturitätsprüfung der Abiturienten hatte in ihrem ſchriftlichen Theile Statt vom 1. bis 13. März 1848. Es concurrirten dabei die 24 Primaner der Klaſſe, deren Zuläſſigkeit zu dieſer Prüfung auf Grund einer vorangehen⸗ den Semeſtral⸗Cenſur durch Conferenzbeſchluß vom 5. Februar 1848 beurtheilt und erkannt worden war. Als Ertreme hatten dazu noch die Zulaſſung höhe⸗ ren Ortes erhalten W. Joſt von Eller, P. Kalb von Neuhäuſel(beide zum zweiten Male) und W. Hergt von Hadamar, und Heinr. Hennappel von Montabaur, welcher Letztere jedoch vor Beginn der ſchriftlichen Prüfung, ſich wieder zurückzog, ſo daß 27 Aſpiranten blieben. Die mündliche Prüfung wurde vom 28. März an auf 4 Nachmittage gehalten, wobei der übrige Un⸗