Jahrgang 
1849
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Schüler der Anſtalt nur in mäßigem Umfange, und nur unter Bedingungen die dem Schulerleben nicht nachtheilig waren, ertheilt. Außerdem, war der Muſtkunterricht am geſuchteſten, beſchränkte ſich jedoch meiſt auf Piano, ſo daß es dieſes Jahr nicht möglich war einen muſikaliſchen Verein zu kleineren Pro⸗ ductionen von Schülern zuſammen zu bringen. Der Unterricht im Zeichnen, der neben dem äſthetiſchen Momente eine ſo ſchöne Mitgabe füͤr das ſpätere Leben in allen ſeinen Verhältniſſen iſt, und ſo vielfach auch außer dem Fache nützen kann, war dagegen nicht ſo geſucht, als er es an und für ſich, wie in Beziehung auf ſeine Reduction beim öffentlichen Unterrichte ſein ſollte. Vielleicht genügt es, die Eltern hier darauf aufmerkſam zu machen, zumal Muße nicht fehlt, und der Koſtenbetrag dieſes Privatunterrichtes nur gering iſt. f. Disciplin.

Durch das Uebergreifen mißverſtandener Zeitbegriffe aus dem politiſchen Leben in die Schule, daß theils in der Bewegung ſelbſt lag, theils von Außen, bewußt und unbewußt, auf mancherlei Weiſe unterhalten wurde, war die dis⸗ ciplinariſche Leitung der Schüler in dieſem Jahre erſchwert, und nicht ganz im Stande, alle Auswüchſe eines jugendlich aufgeregten Geiſtes im Bereiche der verſchiedenen Erziehungsſeiten ferne zu halten. Mußten wir darum auch einem Schuͤler der Oberclaſſen, mit Genehmigung der Oberbehörde, aus dem Gym⸗ naſtum verweiſen, zweien andern durch die Eltern den dringenden, indeß auch befolgten, Rath ertheilen laſſen, die Anſtalt zu verlaſſen zu ihrem und der Mitſchüler Heil; hatten wir ſelbſt zweimal ein ſtrafbares Einverſtändniß von Schülermaſſen für Exceſſe zu unterſuchen und mit Strafe zu belegen: ſo bewies doch die Haltung eines großen Theiles gleichzeitig mit dem Vergehen ihrer Mitſchüler in der Folge die Geſinnung und Handlungsweiſe der Geſammtheit, daß nur eine kleine Anzahl dem beſſeren Geiſte der Allgemeinheit entgegen⸗ wirkte, und durch mancherlei unguͤnſtige Einflüſſe unterſtützt, dieſe vorüberge⸗ hend erſchüttern konnte. Es beſchränken ſich indeſſen dieſe Ausſtellungen auf einen kleinen Theil des Sommerſemeſters, ſodaß wir in der übrigen Zeit, wie im ganzen Winter mit Beruhigung und Vertrauen unſer ſchoͤnes Ziel, dieſe Jugend an Geiſt und Herz für Beruf und Leben zu bilden, ungeſtört verfolgen konnten.

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