Jahrgang 
1849
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als nothwendig bezeichnete Wechſel des Locals iſt unter ſeiner Leitung ausge⸗ fuͤhrt worden, und ſo beſitzen wir jetzt im Gymnaſialgebäude ſelbſt eine Räumlich⸗ keit für unſere Bücherſammlung, die allen billigen Wünſchen entſpricht.

Der Bibliothek wurde im verlaufenen Schuljahre ein Credit von 400 Gul⸗ den verwilligt, welche vorzugsweiſe zu Ankäufen aus öffentlichen Verſteigerun⸗ gen verwendet worden ſind, wodurch wir manches namhafte Werk um billigen Preis erworben haben. Auch aus dem Nachlaſſe unſers verſtorbenen Collegen Rotwitt ſind die werthvolleren hiſtoriſchen Werke durch Ankauf in unſere Samm⸗ lung uͤbergegangen. Der Geſammtbeſtand unſerer Bücherſammlung iſt gegen⸗ wärtig etwas uͤber 3500 Bände. Darunter iſt die claſſiſche Philologie ziemlich reich vertreten; minder das Gebiet der deutſchen Sprache und Literatur, worin uns namentlich neuere Schriftſteller vielfach, und Werke über deutſches Alter⸗ thum, wie Gothiſche, alte und mittelhochdeutſche Literatur ganz fehlen. Auch für andere Fremdſprachen, das Franzöͤſiſche ausgenommen, iſt wenig vorhanden. Reich ausgeſtattet dagegen iſt das Feld der Geſchichte, das über 500 Bände zählt, und verhältnißmäßig bedacht die Literatur über Naturwiſſenſchaft, Päda⸗ gogik und Philoſophie.

Neben der bereicherten Anſchaffung ſind als Geſchenke der Buͤcherſamm⸗ lung zugegangen von den Schülern der vorjährigen Quinte durch Herrn Collab. Gallo: J. Caes. Op. ed.: Oudendorp. Stuttg. 1822, 2. Bd., und J. Caes. Comm. de bello gall. interpret. graec. ed. Baumstark. Freib. 1834. Ferner von dem verſtorbenen Prof. Spieß in Wiesbaden als Verf.: Deutſches Leſebuch, Bielefels 1848: Griech. Formenlehre. Eſſen 1848; Griech. Uebungs⸗ buch. daſ. 1848, ſo wie von unſerm Collegen Kehrein, deſſen deutſche My⸗ thologie. Göttingen 1848. Unſern Dank den gütigen Gebern.

Zur Benutzung der Bibliothek für Lehrer und Schüler waren zunächſt eigene Stunden am Mittwoch und Samſtage jeder Woche feſtgeſetzt; doch konn⸗ ten Erſtere auch außer dieſer Zeit, für etwaige Wünſche, ſtets eines bereit⸗ willigen Entgegenkommens von Seiten des Herrn Bibliothekars ſicher ſein.

e. Privatunterricht. Privatunterricht in Schulgegenſtänden wurde von Gymnaſiallebrern an