Jahrgang 
1913
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Sinne der Eltern, wenn Kinder fortgesetzt Naschereien kaufen und sogar in die Schule mitbringen.

Was wir im vorigen Jahr über die Erziehung zur Pflichterfüllung gesagt haben, könnten wir heute wörtlich wiederholen. Auch dieses Jahr haben wir es öfters erleben müssen, dass an manchen Tagen Schülerinnen den Unterricht ganz oder teilweise ver- säumten, weil tags vorher ein Vergnügen sie zu sehr in Anspruch genommen hatte. Unsere Erzichungsarbeit muss vergeblich sein, wenn die Eltern nicht mit uns an einem Strange ziehen und u. U. es nicht über sich gewinnen, im Interesse ihres Kindes ein Opfer zu bringen.

Die Eltern sollten es sich zur ernsten Pflicht machen, darüber zu wachen, dass die Mädchen nur gute und einwandfreie Bücher lesen; sie sollten sich darüber verge- wissern, was die Kinder zu sehen und zu hören bekommen, ehe sie sie in den Kine matographen oder ins Theater schicken.

Wir weisen immer wieder auf die Vorteile der Turnkleidung hin und bitten, soweit es noch nicht geschehen, den Mädchen solche anzuschaffen.

Wenn wir nicht jahraus jahrein Dutzende von herrenlosen Regenschirmen in der Schule beherbergen sollen, müssen die Eltern dafür sorgen, dass jeder Schirm den Namen seiner Besitzerin trägt. In den Schirmgeschäften wird für billiges Geld der Namen an- gebracht, und wir empfehlen den Eltern angelegentlichst, diese kleine Ausgabe nicht zu scheuen.

Wir bitten erneut darum, Mitteilungen in Schulangelegenheiten nicht an den Direktor persönlich, sondern an die Direktion zu richten, weil sonst leicht Verzögerungen eintreten können.