Schulnachrichten.
Das Schuljahr 190Legan Montag, den 23. April. Für Xa der Hoheren Mädchenschule waren 36 für 8 b der Erweiterten Mädchenschule 41 Schülerinnen angemeldet. Die Höhere Madchenschule(X a-— la) hatte einen Anfangsbestand von 382; wâhrend des Schuljahres traten 20 ein, 17 aus, mithin verblieben am Schlusse 385. Der Anfangsbestand der Erweiterten Mädchen- schule(8 b— 1 b) war 304; im Laufe des Schuljahres traten ein, 10 aus, sodass der Schlussbestand 303 betrug. Im Hôchstbestand(713) ist die Schule gegen das Vorjahr(695) um 18 gewachsen. Von den 713 Schülerinnen waren 593 evangelischer, 58 katholischer, 58 israelitischer Konfession und 4 konfessionslos. Nach ihrer Herkunſt verteilte sich die Gesamtzahl wie folgt: aus Giessen 656, aus anderen hessischen Orten 43, aus anderen Staaten des Reiches 13, Aus- länderinnen I. Die Verteilung auf die einzelnen Klassen siehe S. 7
Von rechtswegen häâtten gleich zu Beginn des Schuljahres die Klassen IV a, VIIa, VIIla, 4 b und 7b getrennt werden müssen, aber nur VIIa wurde vom 18. Juni ab geteilt und dafür die Vorschulklasse IX a in dem der Stadt ge- hörigen früheren Plochschen Hause im Asterweg untergebracht. Die übrigen Klassen blieben während des ganzen Jahres vereint, und der Bestand ist, wie aus der Zusammenstellung S. 7 zu ersehen, bei dreien noch gewachsen.
Die Klasse Va blieb wie im vorigen Jahre(VIa) geteilt, weshalb die klasse 6b weiterhin in der Aliceschule untergebracht werden musste.
Die zweite Abteilung der Klasse VIha übernahm die Schulverwalterin A. Lucius aus Mainz.
Frl. Maria Birnbaum, die seit dem 12. Dezember 1905 erkrankt und be- urlaubt war, konnte auch im Sommer noch keinen Dienst tun und wurde bis zu den grossen Ferien durch die Schulverwalterin E. Stumpf vertreten.
Anfang November erkrankte Frl. Welcker. Sie musste sich einer schweren Ohrenoperation unterziehen und wurde für einige Monate beurlaubt. Sie wurde zunächst vom Kollegium vertreten. Seit dem 7. Januar 1007 werden ihre Stun- den durch die Schulverwalterin H. Velke aus Mainz versehen.
Die Handarbeitslehrerin E. Weiss wurde bis zur Wiederherstellung ihrer Gesundheit vom 1. Mai 1906 ab in den Ruhestand versetzt. An ihre Stelle ist Frl. E. Steinbach getreten.
Zur weiteren Ausbildung in der französischen Sprache weilte Frl. Laffert während der grossen Ferien in Frankreich, Frl. Welcker in Belgien. Herr Prof. Buchhold beteiligte sich an einem theologischen Ferienkursus, der vom 8. bis 10. Oktober in Marburg stattfand.
Am 12. und 13. Juli bechrte Herr Ministerialrat Dr. Eisenhuth die Schule mit seinem Besuche und wohnte dem Unterricht in den verschiedenen Klassen bei.
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