Jahrgang 
1880
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Im Gebiet der Weser bezw. Fulda: a) die Schwalm mit der Antrift(der Schwalmgrund); b) die Jossa und die Schlitz. Die Wasserscheide läuft ziemlich von Norden nach Süden, von Arnshain im Norden des Kreises Alsfeld, den sie in fast zwei gleiche Theile zerlegt, bis nach Herchenhain, indem sie immer in der Nähe der östl. Grenzen des Kreises Schotten hinzieht.

Hieran schlieſst sich eine eingehende Betrachtung und Beschreibung des Vogelsbergs, in zweiter Linie des Taunus, dessen Ausläufer zwischen Gieſsen und Wetzlar aufhören.

IV.

Eine Bemerkung verdient noch die Frage, ob die Be- trachtung der Sonne, des Mondes und der Sterne in die Heimatskunde zu ziehen sei. Finger S. 9 hält sie für un- entbehrlich und nicht für so schwierig, als es beim ersten Blick erscheinen könnte. Schädel im Jahresbericht der Realschule zu Strafsburg von 1878 Unterricht in der Heimats- kunde bemerkt: Gewissermaſsen gilt hier die sokratische Aufgabe, sie(die Heimatskunde) vom Himmel, wohin sie sich verirrt(mathematische Geographie) zur Erde zurückzu- führen und hält die dahin zielende Betrachtung über den Gang der Sonne für vorerst unfruchtbar. Auch uns scheint es nicht gerathen, ein Interesse für einen Gegenstand zu er- wecken, dessen wenn auch noch so beschränkte Kenntniſs in diesem Alter kaum befriedigend gefördert werden kann. Der Lehrer in einer gröſseren Stadt ist doch kaum in der Lage, den Kindern über Mond und Sternenlauf anschauliche Be- lehrungen zu geben, wie es in einer Pension und in kleineren Verhältnissen möglich sein kann. Doch ist dabei nicht aus- geschlossen, die Kinder auf den Lauf der Gestirne aufmerk- sam zu machen und wiſsbegierige Fragen zu befriedigen. Der Lauf der Sonne wird selbstverständlich nicht auſser Acht gelassen und die Orientirung nach der Himmelsgegend überall gefordert und gefördert. Eine ersprieſsliche Betrachtung der Himmelskörper scheint uns aber erst in den letzten Schul- jahren, also hier im Alter von 15 und 16 Jahren möglich.