Jahrgang 
1880
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Geschichtliche Belehrung: Es kann hier in anschaulichen Bildern gehandelt werden von den Rittern(Gleiberg die einzelnen Theile einer Burg Ritterleben, Schffenberg als Sitz eines geistlichen Ritterordens mit seiner schönen Kirche), von den kirchlichen Anstalten des Mittelalters bei Heuchel- heim, das die Tochter der heil. Elisabeth, Gertrudis, be- schenkte. Die Zerstörung des Gleibergs i. J. 1646, 6. Juni, führt auf die Zeiten des 30 jährigen Krieges mit seinen Drangsalen. Der Ueberfall der Hessen-Kasseler Truppen und Schweden am 12. Juli 1646 wird durch die Wachsamkeit der Bürger abgewiesen. Superintendent Feuerborn bewegt durch sein Zureden die Schweden zum Abzug.

Landgraf Georg II. wohnte wegen der Kriegsgefahren in der Festung Gieſsen im Universitätsgebäude; die Pest 1635 (1503 Todte). Ueber den Stand der Stadt 1648: noch 410 Bürger, 64 Witwen, 101 Beisassen, 62 Pferde, 12 Paar Zug- ochsen, 600 Stück Rindvieh, 2900 Schafe.(Bedeutende Woll- industrie wie in Alsfeld. Tuchwolle.)

Im Hüttenberg, Amt am Fuſs des Taunus südlich von Gieſsen, schmolz die Zahl der Feuerstellen(Haushaltungen) von 489(1610) auf 209(1648).

III. Oberhessen.

Nachdem die Kinder in der engeren UVmgebung heimisch und in der Orientirung möglichst sicher geworden sind, be- ginnt die Betrachtung der Provinz mit Benutzung der Karte. Der Mittelpunkt ist der Vogelsberg; die westlichen Kreise lehnen sich auch an den Taunus. Die Fluſsläufe lassen eine zwei- bezw. vierfache Theilung am zweckmäſsigsten er- scheinen.

Im Rheingebiet: a) das Gebiet der Lahn(geschicht- lich der Lahngau), Ursprung und Lauf derselben, zunächst unabhängig von den politischen Grenzen, das Hinterland. Nebenflüſschen Ohm, Lumda(Rabenau), Wieseck(Busecker Thal); b) das Gebiet der Nidda mit der Nidder und Wetter (Wetterau, Wettereiba).