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einjährigem Beſtand gedachte am 4. Mai der Direktor. Der Ehrentag des 5. Mai war ſchulfrei.— Am 12. 5. ſprach Dr. Völzing zu Mädchen und Buben von dem völkiſchen Wert der Familie, dem Sinn der Mütter als Hüterinnen des heimiſchen Herdes und der Pflicht der Ehrung durch die Kinder und die Schule. Einige Gedichte verſuchten den Stimmungsgehalt des Muttertages zu vertiefen.— Das Jugendfeſt rief wieder die ganze Schule auf den Plan. Die ſportliche Gemeinſamkeit mit den übrigen ſport⸗ lichen Organiſationen, ebenſo wie mit der Volksſchule, wurde leider nicht erreicht. Die eigentliche Feier dagegen war in der Organiſation eine Gemeinſchaftsveranſtaltung wie früher. Es herrſchten wieder einige Stunden frohen Treibens auf dem Hainrich. Wir hatten wieder unſeren Stolz darin geſehen, mit Zirkus der Tertianer, mit von Violine und Gitarkk begleitetem Geſang der Oberſtufe und einem luſtigen Bauerntheater der Unterſekunda die Maſſe von Jung und Alt zu unterhalten. Sprecher war Studien⸗ aſſeſſor Eimer, Bei den Vorführungen wirkten beſonders die Herren Pitthan, Knauß und Rothley mit — Nach den Sommerferien vereinte ſich die Schule zur Trauerfeier um den verewigten hochverehrten Generalfeldmarſchall und Reichspräſidenten von Hindenburg. Es ſprach Dr. Neumann.— Am 21. 9. marſchierte die Schule waldwärts und lagerte ſich im Schatten der Kiefern auf dem Hainrich mit Blick nach der weiten Ebene zu ihren Füßen, einem Jagdgrund ſeit Menſchengedenken. Go war der Rahmen geſchaffen, um des deutſchen Waidmannes, des Heidedichters und Helden des Weltkrieges Hermann Löns zu gedenken. In einer Anſprache von Studienrat Lamby und durch Stellen aus Löns Werken wurde uns das Bild des Dichters getreu vor Augen geſtellt.— Zum Reformationsfeſt am 31. 10. beſuchten un⸗ ſere Kinder den Gottesdienſt ihrer Heimatgemeinden.— Den Höhepunkt aller Veranſtaltungen nach Um⸗ fang des Programms und Einſatz von Lehrern und Schülern bildete die groß angelegte Schillerfeier am 11. 11. Die Feier in der Schule ſelbſt und die Vorführung der dramatiſchen Teile vor den oberen Klaſſen der Volksſchule brachten den Dichter der Jugend nahe. Daß die Schule mit ihrem Beginnen einem Bedürfnis auch in der Bevölkerung entgegenkam, beweiſen die der Offentlichkeit zugänglichen beiden Wiederholungen in Umſtadt und in Höchſt. Anlaß und Abſicht der für die Offentlichkeit wiederholten Feiern kennzeichnete in ſeinen Begrüßungsworten der Direktor, Bedeutung und Wirkſamkeit Schillers im Volks⸗ leben der Gegenwart zeichnete Studienrat Neumann.— Zum erſten Mal war der Buß⸗ und Bettag auch in Heſſen frei(21. 11.).— Die ſchuliſche Gedenkfeier für die im Weltkrieg Gefallenen und die Opfer der nationalſozialiſtiſchen Freiheitsbewegung war am 28. 11. 34. Es ſprach Pfarrer Hartmann. Zu der zweiten Gedenkfeier für die Gefallenen in der Paſſionszeit(18. Z. 35) hatte Pfarrer Thaer die Gedächt⸗ nisrede übernommen. Das Gedenken des Freiheitsdichters Ernſt Moritz Arndt anläßlich der 165. Wie⸗ derkehr ſeines Geburtstages mußte wegen allgemeiner Scharlachgefahr in die Klaſſen verlegt werden.— Das alte Jahr hatte noch dem Tag der deutſchen Hausmuſik ſeinen Tribut zu zollen. Die Schüler innen ſollten ihre eigene Hausmuſik zum Vortrag bringen. Deshalb wurde die Veranſtaltung von langer Hand vorbereitet, die Vortragenden geprüft und geſichtet. Im Beiſein der Eltern kamen ſie am letzten Schul⸗ tag vor Weihnachten zu Wort. Klavierſpiel wechſelte mit Streichzither und Zitherſpiel ab. Dazwiſchen ſchoben ſich drei kleine Stücke für Geige und Klavier. Sehr gut klangen die Volkslieder der Mädchen der Realſchule. Um die Feier hatte ſich Aſſeſſor Rothley ſehr bemüht. In der Feier wurden auch die Turnpreiſe, die in den ſportlichen Wettkämpfen beim deutſchen Jugendfeſt errungen worden waren, verkeilt. Außerdem überreichten die Schüler ihr zweites genageltes HJ⸗Wappen als weiteren Beitrag der Jugend zum großen Werk der Winterhilfe.— Zwei erhebende Feiern brachte das neue Jahr. Der Saarſieg der Volksabſtimmung des 13. Januar wurde am 18. 1. 35 gefeiert und der Tag der Rückgliederung am 1. 3. 1935. Es ſprachen die Herren Bauer und Schneider. Die Geſchichte und Bedeutung des Landes, die Deutſchheit ſeiner Bewohner, der wackere, völkiſche Sinn ihrer Herzen wurde geprieſen und die Freude des Mutterlandes über die Wiedervereinigung zum Ausdruck gebracht. Ein wirkungsvoller Sprechchor der Klaſſen IIlb bis Ib verdient gebührende Hervorhebung.— Am 18. 1. war des Reichsgründungstages in den Klaſſen gedacht worden, am 30. 1. der Machtübernahme durch die nationalſozialiſtiſche Brwegung. Das Schuljahr geht dem Ende zu. Die Reifeprüfung hatte am 28. 2. und die Abgangsprüfung der Land⸗ wirtſchaftsſchüler am 16. 3. ſtattgefunden. Die Schüler beider Klaſſen wurden am 19. 3, durch den Di⸗ rektor in einer Feier entlaſſen, wobei er den ſcheidenden Schülern und den Eltern den Sinn und Wert der Schulausbindung als Schärfung des Verſtandes, Pflege des Gemütes und Stählung des Willens zum Einſatz für Volk und. Reich, von den Lehrern als totale Aufgabe geſehen, noch einmal vor Augen ſtellte.— Die Bach Händel⸗Schütz⸗Feier ſoll am zweitletzten Schultag noch einmal die ganze Schule mit den Eltern der Schü⸗ ler vereinen. Sprecherin wird Studienaſſeſſorin Frl. Reiſchel von der Realſchule ſein. Die Feier ſoll da⸗ hin ausgedehnt werden, daß wir, ſoweit es möglich iſt, den zu ladenden Eltern und Freunden der Schule ſportliche, muſiſche und techniſche Leiſtungen unſerer Schüler vorführen.— An der Pfingſttagung des VOA 1934 in der Weſtmark nahm außer Dr. Neumann als Landesfahrkenleiter und Aſſeſſor Wolff als Kom⸗ mandoführer der heſſiſchen Jugend von unſerer Schulgruppe nur eine Fahnenabordnung teil. Reger war dagegen die Beteiligung bei dem Treffen der heſſiſchen VOal⸗Gruppen in Lindenfels 14 Tage nach Pfingſten. An dieſem Tage ſollte in Fürth ein Gedenkſtein für den Banater Heimatdichter Guttenbrunn von der Ba⸗ dener und Heſſiſchen VBOA⸗Jugend gemeinſam eingeweiht werden. Uber 20 Jungens und Mädchen hatten ſich von unſerer Schulgruppe(ORL. und Realſchule) mit dem Rad durch das ſchöne Gerſprenztal nach Lindenfels aufgemacht. Die Führung hatte Frl. Reiſchel von der Realſchule übernommen.— Das Feſt der deutſchen Schule wurde durch ungünſtiges Zuſammentreffen mit anderen örtlichen Veranſtaltungen erſetzt durch Gedenken in den Klaſſen und allgemeines Tragen des Feſtabzeichens.-Zum Schluſſe ſei noch


